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07.05.2020

Unfall: Liebherr nimmt Stellung

Die Sache hat einen (gewaltigen) Haken: Liebherr hat am Mittwoch ein Statement zum Unfall veröffentlicht, der sich am 2. Mai um Rostocker Überseehafen ereignet und schweren Schaden verursacht hat. Im Rahmen einer branchenüblichen Testreihe hat der Offshore-Schwerlastkran HLC 295000 mit 5.000 Tonnen Traglast – der größte d.h. traglaststärkste, den Liebherr je gebaut hat – bei dem Unfall schweren Schaden genommen. Zudem mussten zwei verletzte Personen im Krankenhaus behandelt werden. Zehn weitere Personen wurden vor Ort von Sanitätern betreut.

Aktuell laufen umfassende Untersuchungen zur Ursache und dem Unfallhergang. Und die sind interessant: Ersten Erkenntnissen zufolge hielt der Kranhaken der Belastung nicht stand. Zum jetzigen Zeitpunkt des Ermittlungsstands gehen die zuständigen Behörden und Experten einhellig von einem gebrochenen Kranhaken als Unfallursache aus. Warum der Haken der Belastung nicht standhalten konnte, ist aktuell noch unklar. Entwicklung und Herstellung des Kranhakens wurden von einem externen Lieferanten zugekauft. Ein Konstruktions- sowie ein Produktionsfehler des Liebherr-Krans könne somit ausgeschlossen werden, teilt der Hersteller mit.

Der Überlasttest für den HLC 295000 wurde für einen Lastfall von 5.500 Tonnen ausgelegt. Der Hub hätte über das Anheben einer Barge ausgeführt werden sollen. Die heute bekannten Fakten deuten Liebherr zufolge darauf hin, dass sich der Vorfall bei einer Belastung von rund 2.600 Tonnen ereignete und eine Kettenreaktion auslöste, die zum Unfall führte.

Der Unfall hat – so wie es derzeit aussieht – keine Auswirkungen auf den laufenden Betrieb bei Liebherr in Rostock. Ersten Schätzungen zufolge beläuft sich der Schaden auf einen hohen zweistelligen Millionenbetrag, sprich 80 bis 100 Millionen Euro.

„Wir wünschen den Verletzten auch auf diesem Weg alles Gute und hoffen auf eine schnelle und vollständige Genesung“, sagt Leopold Berthold, Geschäftsführer von Liebherr-MCCtec Rostock. „Angesichts des Schadensausmaßes sind wir vor allem dankbar, dass es nicht zu weiteren Personenschäden gekommen ist. Unsere Priorität liegt aktuell auf der umfassenden Unterstützung der ermittelnden Behörden, um zu einer möglichst raschen Aufklärung des Unfalls beizutragen.“

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