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10.12.2009

Hafenkran-Projekt auf der Kippe

Das zeitlich befristete Kunstprojekt «zürich-transit-maritim» eines Zürcher Künstlerteams sollte mit verschiedenen Elementen den Traum von der Stadt am Meer aufgreifen. Auffälligstes Element und Höhepunkt dieser Aktion sollte die Installation eines Hochseehafenkrans am Limmatquai sein, mitten in der Stadt. Die Künstler wollten mit diesem Projekt die Diskussion über die künftige Gestaltung dieses Platzes anregen.

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Fotomontage der Künstlergruppe (Foto: zürich transit maritim)


Nach monatelangen, zum Teil heftigen und wütenden Protesten hat der Zürcher Gemeinderat den maritimen Kran beinahe endgültig im Zürichsee versenkt, bildlich gesprochen. Letztendlich hat die wuchtige Woge der Empörung, der heftige Gegenwind aus der Bevölkerung das Kranprojekt fortgespült und weggeblasen. In der Abstimmung am Mittwoch stimmten die Gemeinderatsmitglieder mit 62 zu 60 Stimmen dafür, das Geld für die Vorarbeiten zu streichen. Gegen den Kran waren SVP, FDP, CVP und EVP, für den Kran votierten Grüne und SP.

600.000 Schweizer Franken sollte das Projekt kosten, umgerechnet 400.000 Euro. Die Projektgegner sahen darin eine Verschwendung von Steuergeldern und eine Verschandelung der Züricher Altstadt. Auch im Internet hatten Projektgegner für ihr Anliegen getrommelt. Sie hatten dem Initiator des Kranprojekts geraten, sich in eine psychiatrische Klinik einweisen zu lassen.

Kein Geld, kein Kran: Mit dem Gemeinderatsentscheid scheint das Hafenkranprojekt endgültig gestorben. Es war aus 57 Bewerbungen als Siegerentwurf hervorgegangen. Dabei waren die ersten - 300 Kilogramm schweren - Poller für das Projekt gerade erst aufgestellt worden.

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