12.06.2018

Dick aus dem 3D-Drucker

Der niederländische Offshore- und Spezialkranhersteller Huisman und das Rotterdamer Forschungsinstitut Ramlab haben ein Projekt zur Herstellung eines großen Offshore-Kranhakens mit der 3D-Drucktechnik Wire & Arc Additive Manufacturing (WAAM) gestartet.

Hohler Haken: Der Haken, der auf einem Huisman 4-Zacken-Haken-Design basiert, wird die Vorteile des 3D-Druckverfahrens nutzen, was heißt, dass das Printprodukt hohl ist – was den Materialverbrauch und die Produktionsvorlaufzeit erheblich reduziert. Der Haken misst mehr als 1 x 1 Meter in den Außenmaßen und wiegt fast 1.000 Kilogramm. Damit ist er das weltweit größte 3D-gedruckte Stahlprodukt in Bezug auf das Gewicht. Seine sichere Arbeitslast (SWL) beträgt 325 mt. Zu Beginn dieses Jahres hat Huisman erfolgreich einen 3D-gedruckten Offshore-Kranhaken mit einer Zugkraft am Haken von 80 mt getestet.
So soll der Kranhaken aus dem 3D-Drucker aussehen

Das Besondere an diesem Projekt ist, dass sich drei führende Klassifikationsgesellschaften DNV GL, Bureau Veritas und ABS diesem Projekt angeschlossen haben. In enger Zusammenarbeit mit Experten dieser Gesellschaften wird der 3D-gedruckte Offshore-Kranhaken nicht nur dreifach zertifiziert, sondern es kann auch ein bedeutender Schritt bei der Einführung von Regeln für 3D-Druckprodukte für die maritime und Offshore-Industrie getan werden.

Voestalpine Böhler Welding ist dem Konsortium beigetreten, um Werkkstoff- und Materialexpertise zu liefern. Autodesk bietet Unterstützung durch additive Fertigungssoftware.

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