27.01.2020

Bergung des versunkenen Krans geglückt

Am Montag sollte der in Beckenried gesunkene Kran geborgen werden, teilte der Kanton Nidwalden vorab mit. 12 Tage zuvor war der Kran beim Versuch, eine Trafostation vom Schiff an Land zu verladen, ins Wasser gefallen. Der Kran ruhte vorerst in rund 30 Meter Tiefe auf dem Grund des Sees.
Die Windschutzscheibe zerborsten, auf die Seite gekippt: So liegt der Kran auf dem Grund des Vierwaldstätter Sees (Bild: Kantonspolizei Nidwalden)

Am Montagvormittag konnte der Schweizer Krandienstleister Fanger AG den verunfallten Kran aus dem Wasser ziehen. Die aufwändige Aktion verlief ohne größere Probleme. Unter Wasser war der Kran gelupft worden bis zu dem spannenden Moment, als er aus dem Wasser gehoben wird. Doch auch da machte der havarierte Fahrzeugkran eine gute Figur. Lediglich einer der angebrachten Sicherungsketten zerbrach bei der Bergungsaktion. Von den vier Tanks konnten im Vorfeld nur drei abgesaugt werden, sodass sicherheitshalber eine Ölsperre errichtet wurde und Absaugwagen bereitstanden. Für die Bergung setzte Fanger seinen 750-Tonnen-Raupenkran Liebherr LR 1750/2 ein.
Fangers LR1750/2 beginnt mit der Bergung

„Die Bergung hat so geklappt, wie wir das wollten“, sagte Josef Waser, Bereichsleiter Krane und Transporte bei der Fanger Kran AG, gegenüber Schweizer Medien. „Die Herausforderung war, dass wir unter Wasser keine Sicht hatten und auf Bilder der Taucher angewiesen waren.“ Er schätzt, dass der Kran „schrottreif“ ist, weil er so lange im Wasser gelegen hat. Über die Kosten und die Ursache des Unfalls liegen noch keine genauen Angaben vor. Die Kosten dürften jedoch bei weit über einer Million Franken (bzw. Euro) liegen. Verschiedene Webseiten zeigen Bewegtbilder von der Bergung in Beckenried, so zum Beispiel die Luzerner Zeitung.
Es hat geklappt! Kran wieder aus dem Wasser gefischt

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