07.09.2022

Hartes Halbjahr für Haulotte

Haulotte hat seine Halbjahresergebnisse mit starkem Umsatzwachstum veröffentlicht, der Gewinn jedoch ist fast komplett verschwunden.

Der Gesamtumsatz für die sechs Monate bis Ende Juli verbesserte sich um 19 Prozent auf 289,1 Millionen Euro, dieser setzt sich wie folgt zusammen:
Verkäufe von Neumaschinen: 247,9 Milionen Euro, +19 Prozent
Ersatzteile & Service: 30,3 Milionen Euro, +15 Prozent
Vermietung: 10,9 Milionen Euro, +36 Prozent

Der Auftragseingang bleibt lebhaft, wobei die Auftragsbücher Berichten zufolge so prall gefüllt sind, dass sie auf Rekordniveau liegen.

Geografische Verteilung
Die Verkäufe in Europa stiegen um acht Prozent, während die Region Asien-Pazifik um 53 Prozent zulegte, was hauptsächlich auf Australien zurückzuführen war, während die Verkäufe in China stabil blieben. Der Umsatz in Nordamerika wächst weiter und steigt um sieben Prozent, was auf einen 35-prozentigen Anstieg der Bil-Jax-Gerüstverkäufe zurückzuführen ist. Dieser wird teilweise durch einen dreiprozentigen Rückgang der Arbeitsbühneneinnahmen aufgefressen, was auf Komponentenknappheit zurückzuführen ist, was wiederum zu einem starken Anstieg des Auftragsbestands führt. Der Umsatz in Südamerika stieg um 25 Prozent, angetrieben von starker Nachfrage aus Brasilien.

Der Gewinn vor Steuern ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 70 Prozent auf 2,45 Millionen Euro zurück, teilweise aufgrund eines wesentlich geringeren Wechselkursgewinns in diesem Jahr sowie höherer Zinskosten und sonstiger Aufwendungen, dies sind sowohl allgemeine Vertriebs- und Verwaltungskosten als auch höhere Ausgaben für Forschung & Entwicklung.

Die Nettoverschuldung stieg um 35 Prozent auf 189,8 Millionen Euro, was größtenteils auf höhere Lagerbestände aufgrund der anhaltenden Probleme in der Lieferkette zurückzuführen ist.


Vertikal Kommentar

Das ist kein schlechtes Ergebnis von Haulotte – nicht gut, aber durchaus nachvollziehbar. Noch positiver ist, dass das Unternehmen seinen Umsatz weiter steigert und seinen Auftragsbestand ausbaut. Die große Frage, die auch für andere gilt, ist, wann sich die Probleme in der Lieferkette wenden werden. Die sich abzeichnende Energiekrise wird weitere Herausforderungen mit sich bringen. Es ist davon auszugehen, dass die Preise in dem Maße steigen werden, wie sich die Engpässe und langen Vorlaufzeiten verringern, zumal die Hersteller mit massiven Stromspitzen konfrontiert sein werden.

Die Herausforderung besteht natürlich darin, mit den Kostensteigerungen Schritt zu halten und sie weiterzugeben. Das ist nicht immer einfach, wenn man einen Rekordauftragsbestand hat.

Schwierige Zeiten.

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