Von Pleite bedroht: Nachdem die Geschäftsführung der K. Schulten GmbH & Co. KG Anfang September beim Amtsgericht Lingen an der Ems Antrag auf Eröffnung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens gestellt hat, wurde zwischenzeitlich ein Investorenprozess gestartet.
Die Firma KS Schulten mit Sitz in Emsbüren ist ein deutscher Spezialmaschinenbauer, der sich auf die Entwicklung und Herstellung von Maschinen, Prüfsystemen und Hebetechnik insbesondere für die Fenster-, Türen-, Fassaden- und Rollladenbranche spezialisiert hat und beispielsweise auch Vakuumsauganlagen für Traglasten von 280 bis 600 Kilogramm im Programm führt.
Seitens des vorläufigen Insolvenzverwalters Florian Dälken heißt es: „K. Schulten verfügt über etablierte Produkte, qualifizierte Mitarbeiter und eine hohe Fertigungstiefe. Das bietet eine gute Grundlage für eine erfolgreiche Sanierung und die Investorensuche.“
Die beiden geschäftsführenden Gesellschafter blicken zuversichtlich auf den eingeleiteten Prozess. „Der Geschäftsbetrieb läuft stabil weiter, unsere Kunden werden unverändert beliefert und betreut. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit einem Investor die vorhandenen Stärken des Unternehmens langfristig weiterzuentwickeln“, sagt Jörg Alsmeier. Horst Anker ergänzt: „Gerade in der Prüftechnik, der Arretier- und Bohrtechnik sowie bei den KS Robots verfügen wir über langjährig gewachsenes Knowhow und eigene Entwicklungs- und Fertigungskompetenz. Darauf lässt sich aus unserer Sicht sehr gut aufbauen.“
Ein Robot auf dem Stand von K.Schulten
Kaufmännisch wird K. Schulten von Carsten Menzel von der Hackling Menzel Struktur Partner GmbH (hmsp) begleitet. „Wir haben bei K. Schulten grundsätzlich funktionierende kaufmännische Strukturen und ein operativ tragfähiges Geschäftsmodell vorgefunden. Die aktuelle Situation ist weniger auf strukturelle Defizite im Kerngeschäft als vielmehr auf das Zusammenwirken einzelner Sondereffekte und besonderer Kostenbelastungen zurückzuführen. Aus unserer Sicht bestehen daher gute Ansatzpunkte, das Unternehmen im Rahmen einer Investorenlösung wieder auf eine nachhaltig stabile wirtschaftliche Basis zu stellen“, erklärt Menzel.
Während der Geschäftsbetrieb von den geschäftsführenden Gesellschaftern Jörg Alsmeier und Horst Anker gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter Florian Dälken uneingeschränkt fortgeführt wird, hat dieser die auf Restrukturierungssituationen spezialisierte Mentor AG mit der Durchführung eines strukturierten Investorenprozesses beauftragt. Ziel ist es, zeitnah einen geeigneten strategischen oder finanziellen Investor für eine nachhaltige Fortführung des Unternehmens zu gewinnen.
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