Der chinesische Hersteller Sinoboom rollt sein Kollisionsschutzsystem CARS nun auch auf Scheren- und Mastarbeitsbühnen aus. Das System hatte Sinoboom Ende 2025 als Erstes für seine Gelenk- und Teleskoparbeitsbühnen eingeführt.
Es soll die Schwachstellen herkömmlicher Ein-Sensor-Systeme beheben – wie etwa tote Winkel bei der Erkennung, eine hohe Fehlalarmquote und mangelnde Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Einsatzszenarien.
Bei seinem Kollisionsschutz-Radarsystem (CARS) für Scherenarbeitsbühnen setzt Sinobooms auf mehrere Sensoren, die in einem kompakten Gehäuse am Plattformgeländer montiert und mit der Steuereinheit verbunden sind. Bei Erkennung von Hindernissen im Deckenbereich werden Alarme in zwei Stufen ausgelöst. In der zweiten Stufe erfolgt zudem eine automatische Einschränkung der Bühnenbewegung, um den Bediener vor einem Aufprall auf das Hindernis zu schützen.
Fit für Retrofit: CARS wurde so konzipiert, dass es sowohl mit älteren als auch mit neueren Steuerungssystemen von Sinoboom kompatibel ist, was eine einfache Nachrüstung bestehender Flotten ermöglicht. Zwar unterscheide sich das Bedienerlebnis je nach System leicht, doch das Wesentliche sei bei beiden Systemversionen gleich, so das Unternehmen.
Die erste Alarmstufe wird ausgelöst, wenn ein Hindernis in einem Abstand von ein bis zwei Metern über der Plattform erkannt wird. Die am Geländer montierte CARS-Einheit gibt ein optisches (Blinklicht) und akustisches Signal (Summer) ab, und auch der Alarm der Scherenarbeitsbühne selbst ertönt. Bei neueren Steuerungssystemen werden in dieser ersten Stufe zudem sowohl die Hub- als auch die Fahrbewegung automatisch verlangsamt.
In der zweiten Alarmstufe – bei Erkennung eines Hindernisses in weniger als einem Meter Abstand über der Plattform – werden neben den akustischen und optischen Warnsignalen der CARS-Einheit und der Bühne auch die Hub- und Fahrbewegungen automatisch eingeschränkt.
CARS bietet zuverlässigen Schutz für verschiedene Bediener von Scherenarbeitsbühnen, ohne die Platzprobleme, die oft mit physischen Schutzvorrichtungen einhergehen. Zuedm lässt sich der Abstand zum Hindernis an die Körpergröße des jeweiligen Bedieners anpassen.
Das patentierte Kollisionsvermeidungs-Radarsystem (CARS) von Sinoboom für Scherenarbeitsbühnen zeichnet sich laut Hersteller durch folgende drei technologische Innovationen aus:
(1) Synergie zweier Sensortypen: CARS kombiniert die Vorteile eines Ultraschallsensors mit einem Erfassungsbereich von ±20° und eines LiDAR-Sensors, der eine lückenlose Erfassung im Bereich von 0 bis 3 Metern ermöglicht. Dadurch sollen Messfehler im Nahbereich um 50 Prozent verringert werden.
(2) Kalibrierung per Knopfdruck: Der Alarmabstand lässt sich an die Körpergröße des Bedieners anpassen. Der primäre Alarmabstand ist im Bereich von 0,6 bis 2,50 Meter einstellbar, während der sekundäre Alarm automatisch die Pufferzone von einem Meter erweitert.
(3) Notfall-Überbrückungsmodus: Über eine Taste an der Steuereinheit kann der Betrieb vorübergehend fortgesetzt werden; sobald die Taste losgelassen wird, ist die Schutzfunktion wieder aktiv, um Sicherheit und Produktivität zu gewährleisten.
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