13.10.2026

104 Meter Abstand zwischen Kran und Absetzpunkt

Beim Europäischen Parlament in Luxemburg wurden mehrere Klimaanlagen ausgetauscht. Gefragt waren hohe Reichweite, präzise Planung und eine exakt getaktete Logistik.

Ein Liebherr LTM 1650-8.1 von Steil Kranarbeiten aus Trier hob sechs alte Komponenten vom Dach und setzte die neuen Anlagen ein. Gewichte von bis zu fünf Tonnen mussten bei Ausladungen bis zu 104 Metern montiert werden. ATS Cranes, die luxemburgische Dependance von Steil, übernahm die Organisation des anspruchsvollen Kraneinsatzes.

Enge zeitliche und räumliche Vorgaben: Für den Kranaufbau und die Logistik mussten zwei Straßen zwischen dem Europäischen Parlament und der Europäischen Investitionsbank in dem dicht bebauten Viertel vollständig gesperrt werden. Und: Die Arbeiten durften von Freitag um 6 Uhr bis Sonntag um 22 Uhr dauern, länger nicht.
Millimeterarbeit in Luxemburg: Steils LTM 1650-8.1 tauscht Komponenten der Klimaanlage auf dem Dach des Europäischen Parlaments aus

Weil der Mobilkran die große Ausladung über ein Gebäude hinweg erreichen musste, rüstete Steil den 700-Tonner in seiner technisch längsten Wippspitzenkonfiguration. Der Teleskopausleger wurde auf 28,20 Meter ausgefahren und dann eine 91 Meter lange wippbare Gitterspitze angebaut. Doch selbst diese Konfiguration genügte nicht. Was nun?

Die zusätzliche Hilfsspitze am Kopf der Wippspitze brachte die entscheidenden zusätzlichen 1,7 Meter. Erst damit erreichte der Kran den vorgesehenen Absetzpunkt auf dem Dach.
104 Meter Ausladung waren nötig

„Dieser Einsatz zeigt, dass bei großer Reichweite jedes Detail zählt. Die sorgfältige Vorbereitung und das präzise Zusammenspiel aller Beteiligten waren entscheidend, um die Hübe sicher und innerhalb des engen Zeitfensters auszuführen“, sagt Geschäftsführer Christopher Steil.

Auch die Montage der langen Wippspitze verlangte ein abgestimmtes Vorgehen. Da der Hilfskran nicht seitlich neben dem Ausleger arbeiten konnte, montierte das Team die Gitterspitze „vor Kopf“. Der Hilfskran fuhr dabei während des schrittweisen Aufbaus mehrfach vor und zurück. Das ist kein ungewöhnliches Verfahren, aber es benötigt zusätzliche Zeit.
Für das Rüsten des LTM 1650-8.1 und die Kranarbeit steht nur wenig Platz zur Verfügung

Am Freitag war der Großkran nach sieben Stunden vollständig aufgebaut. Am Samstag tauschten die Teams die sechs Anlagenkomponenten aus. Bereits am Sonntagmorgen begann der Rückbau. Um 14 Uhr hatten der Kran und das gesamte Equipment den Einsatzort verlassen. Damit war das Projekt acht Stunden früher abgeschlossen.

ATS Cranes verantwortete die Organisation vor Ort, die Genehmigungen und die Abstimmung mit den beteiligten Stellen. Steil Kranarbeiten stellte den Großkran und führte die Hübe aus. Die enge Zusammenarbeit der beiden Unternehmen sowie die Koordination mit Behörden und Institutionen bildeten die Grundlage für den reibungslosen Ablauf.
Nahe an der Kante: Die anspruchsvollen Hübe erfordern höchste Konzentration des Kranführers und eine feinfühlige Kransteuerung

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