Von Ehingen ins Emsland: Die Firma Gertzen Kranlogistik aus Kluse-Ahlen hat ihren Liebherr-Raupenkran LR 1800-1.0 mit dem X3-Auslegersystem nachgerüstet.
Drei je 12 Meter lange und 6 Meter breite X3-Gitterstücke erhöhen die Seitensteifigkeit des langen Auslegersystems erheblich
Die hohe Leistungsfähigkeit des X3-Systems basiert auf drei jeweils zwölf Meter langen und sechs Meter breiten Gitterstücken im unteren Bereich des Hauptauslegers. Durch die vergrößerte Breite wird dem Hersteller zufolge die Seitensteifigkeit des Auslegers deutlich erhöht, was insbesondere bei großen Auslegerlängen und hohen Hubhöhen entscheidende Vorteile biete.
Die breiten Auslegerstücke bestehen aus zwei Hälften, die innerhalb kürzester Zeit in der Mitte verbolzt und auch wieder gelöst werden können. Für den Transport werden die einzelnen Hälften in Längsrichtung leicht versetzt und so zusammengeführt, dass sie wie Zähne ineinandergreifen. So kann eine machbare Transportbreite von 3,50 Meter realisiert werden.
Für den Transport werden die einzelnen Hälften so zusammengeführt, dass sie wie Zähne ineinandergreifen
„Unser langjähriger Kunde Enercon hat die Produktpalette um verschiedene Turmvarianten erweitert und benötigt daher mehr Raupenkrane in der 1.000-Tonnen-Klasse. Mit dem X3-Ausleger des LR 1800-1.0 können wir aktuelle und auch zukünftige Anlagentypen errichten, für die man bisher den LR 11000 benötigt“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Gertzen.
Seinen ersten Praxiseinsatz absolvierte der nachgerüstete LR 1800-1.0 im Windpark Heiden. Dort errichtete er Windenergieanlagen des Typs Enercon E-160 EP5 mit einer Turmhöhe von 166 Metern. Dieser Anlagentyp wurde bislang mit dem LR 11000 montiert.
Die 12 Meter lange feste Spitze wurde später für die Montage der Rotorblätter der Windenergieanlage auf 24 Meter verlängert
Für die Montage des Generators wurde der LR 1800-1.0 mit einem 166 Meter langen Hauptausleger und einer zwölf Meter langen festen Spitze aufgebaut. Für die Installation der Rotorblätter kam eine auf 24 Meter verlängerte F-Spitze zum Einsatz. Das schwerste Einzelbauteil war der Generator mit einem Nettogewicht von 131 Tonnen. Das Maschinenhaus brachte stattliche 82 Tonnen auf die Waage.
„Wir sind mit dem LR 1800-1.0 sehr zufrieden. Mit dem neuen Update ist der Kran richtig stark geworden und unser Leistungsportfolio wurde enorm erweitert. Jetzt können wir für unsere Kundschaft Windkraftanlagen errichten, die ohne X3-Kit nicht möglich waren“, erklärt Wolfgang Gertzen.
Im Windpark Heiden montiert der LR 1800-1.0 mit X3-System eine Windkraftanlage auf einem 166 Meter hohen Turm
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