In Westerwald was Neues: Das Werk des Architekturkeramikherstellers Interbau-Blink im Westerwald sollte modernisiert werden. Insbesondere musste eine neue Spezialleitung innerhalb einer bestehenden Stahlkonstruktion verlegt werden, kein leichtes Unterfangen, denn die Konstruktion macht im wahrsten Sinne des Wortes enge Vorgaben, indem sie den Spielraum der Geräte einschränkt.
Die Gelenkbühne lässt sich gut in die Konstruktion manövrieren, während der Telestapler das Element in Position hält
Die räumlich begrenzten Gegebenheiten des Industriehofs sowie die vorhandenen Stahlkonstruktionen erforderten eine passgenaue Höhenzugangstechnik. Das Team von Beyer-Mietservice entschied sich für den Einsatz mehrerer Manitou-Maschinen.
Eingesetzt wurden ein Teleskopstapler MRT 2660 mit drehbarem Oberwagen und hydraulischer Seilwinde sowie mehrere 20-Meter-Gelenkteleskopbühnen vom Typ 200 ATJ. Der Roto-Teleskopstapler verfügt in dieser Konfiguration über eine maximale Hubhöhe von 25,20 Metern, 21,50 Meter seitliche Reichweite und eine Tragkraft von bis zu 6 Tonnen.
Interbau-Blink in Ransbach-Baumbach ist auf die Herstellung großformatiger Architekturkeramik spezialisiert, im Volksmund auch Fliesen genannt. Bei der Modernisierung der Produktionsanlage wurde eine neue Spezialleitung installiert, durch die künftig Schamotte, Schlicker und Tonstaub aus dem Fertigungsprozess transportiert werden. Die Maschinen unterstützten die Monteure bei der Positionierung und Befestigung ausladender Leitungselemente sowie bei der parallelen Installation neuer Kabelbrücken.
Für die Montage wurde die hydraulische Seilwinde des Teleskopladers zwischen den vorhandenen Stahlverstrebungen nach unten abgelassen. Anschließend wurden die meterlangen Rohrleitungselemente am Lasthaken angeschlagen und vorsichtig durch die Konstruktion nach oben gezogen. Die Endlosdrehung des Oberwagens bot entscheidende Vorteile, da unterschiedliche Montagebereiche innerhalb des Industrieareals von einer zentralen Maschinenposition aus bedient werden konnten, so das Vermietunternehmen.
Parallel zum Anheben und Positionieren der Leitungselemente übernahmen die Monteure deren Ausrichtung und Befestigung an der Stahlkonstruktion. Den sicheren Zugang zu den teilweise schwer erreichbaren Montagepunkten bot eine Gelenkteleskopbühne 200 ATJ. Sie bietet eine maximale Arbeitshöhe von 20,28 Meter, einer Übergriffhöhe von 8 Metern, einen Korbarm sowie einen schwenkbaren Arbeitskorb.
Die Gelenkarmkonstruktion ermöglichte es den Monteuren, Hindernisse zu übergreifen und den Korb gezielt zwischen den Stahlstreben an die Montagepositionen heranzuführen. Der schwenkbare Korbarm erlaubte zusätzliche Anpassungen der Arbeitsposition, ohne die gesamte Maschine versetzen zu müssen.
Von dem für zwei Personen zugelassenen Arbeitskorb aus konnten die Leitungselemente mithilfe einer Wasserwaage ausgerichtet und anschließend sicher an der Stahlkonstruktion befestigt werden. Neben der Montage der Transportleitung erfolgte die Installation neuer Kabelbrücken innerhalb der bestehenden Förderanlage. Die Bauteile wurden ebenfalls in die Höhe gehoben und an den vorgesehenen Positionen montiert, auch dies mit Gelenkbühnen aus dem Hause Beyer.
Zeit für zwei: Die Monteure bei der Arbeit
Bei dem Hersteller aus dem Westerwald gehören neben Wohnkeramik und den großformatigen Fliesen der Marke GIGA-Line auch Objekt- und Industriekeramik sowie Architekturkeramik für die Bereiche Pool, Spa & Wellness zum Produktportfolio.
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