03.11.2026

Haulotte geht Hindernissen aus dem Weg

Oha, hier kommt ODA: Haulotte hat ein neues System mit dem Kürzel ODA – das steht für Obstacle Detection Assist – eingeführt, das beim Einsatz von Arbeitsbühnen in der Nähe von Flugzeugen sowie anderen wertvollen oder empfindlichen Ausrüstungsgegenständen hilfreich ist.

Das System ist als Option ab Werk erhältlich und wird derzeit für drei Haulotte-Modelle angeboten: die 10-Meter-Mastbühne Star 10 sowie die beiden Gelenkteleskopbühnen Sigma 16 Pro und HA20 E Pro.
So sind die Sensoren platziert

Nach Angaben von Haulotte wurde das neue System in Zusammenarbeit mit Spezialisten aus der Flugzeugwartung entwickelt und über mehrere Monate hinweg unter realen Einsatzbedingungen getestet. Je nach Modell kombiniert das System Ultraschallsensoren mit einem Lasersensor – eine Konfiguration, die speziell auf die Anforderungen in Bereichen wie der Flugzeugwartung, in Museen oder in bestimmten industriellen Umgebungen zugeschnitten ist.

Das System arbeitet mit am oberen Teil der Arbeitsbühne platzierten Ultraschall- und Lasersensoren. Diese erfassen Hindernisse in der Nähe und geben die Informationen über eine spezielle Mensch-Maschine-Schnittstelle (HMI) mittels akustischer und visueller Warnsignale an den Bediener weiter. Sollte eine Kollision unmittelbar bevorstehen, greift eine automatische Stoppfunktion ein, die die Bewegung der Maschine unterbricht. Zudem verhindert das System den Start der Maschine, falls das Zugangstor der Plattform nicht ordnungsgemäß geschlossen ist.
Das HMI: Hier bekommt der Bediener die Signale angezeigt

Dies erleichtert präzise Manöver in Bereichen von Flugzeugen, die vom Steuerstand aus nur schwer einsehbar sind – etwa am Rumpf, an den Tragflächen, Triebwerken oder Leitwerken.
Die Sensoren scannen praktisch das Umfeld der Bühne ab

Laurent Muguet von Haulotte erklärt: „In der Luftfahrt erfordert jeder Wartungsvorgang Präzision, Kontrolle und vorausschauendes Handeln. Mit ODA möchten wir den Bedienern ein besseres Verständnis ihrer Arbeitsumgebung ermöglichen, wenn sie in der Nähe empfindlicher Ausrüstung arbeiten. Das System ist bereits ab der Konstruktionsphase vollständig in die Maschine integriert und bietet alle Vorteile einer echten OEM-Lösung.“

Er fährt fort: „Da es exakt auf die spezifische Kinematik des jeweiligen Modells abgestimmt ist, fügt es sich nahtlos in die Systeme und den Gesamtbetrieb der Arbeitsbühne ein. Diese direkte Integration sorgt für eine konsistente Benutzererfahrung, eine optimierte Leistung und die vollständige Zertifizierung der Maschine.“

Laut IATA (International Air Transport Association – dem weltweiten Dachverband der Fluggesellschaften – verursachen Schäden am Boden in der Luftfahrtbranche jährlich Kosten in Höhe von rund 5 Milliarden Euro. Zudem können sie erhebliche Auswirkungen auf Wartungspläne sowie die Verfügbarkeit der Flotte haben.

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