06.11.2026

Noch ein Jekko Nederland?

Orange Krane für Team Oranje: Der italienische Kranhersteller Jekko hat in den Niederlanden eine eigene, hundertprozentige Vertriebstochter gegründet: Jekko Nederland.

Wer in den Niederlanden ansässig ist, weiß vermutlich bereits, dass es bereits ein Unternehmen namens Jekko Nederland gibt. Es wurde von Hocap ins Leben gerufen und hat seinen Sitz in Buren – etwa auf halbem Weg zwischen Utrecht und Nijmegen –, wo es über eine Werkstatt und einen Showroom verfügt. Das Unternehmen vertreibt bereits seit mindestens 2017 Jekko-Krane.
Das neue Logo ähnelt stark dem, das auch Hocap verwendet

Die neue, vollständig zu Jekko gehörende Niederlassung wird von Kees Hoogendoorn geleitet, der vor etwa sechs Monaten als Exportleiter zum Unternehmen stieß. Als Adresse für den neuen Standort ist derzeit ein Privathaus in Driebruggen angegeben – einem kleinen Dorf nordöstlich von Gouda. Jekko teilt jedoch mit, dass bereits nach festen Räumlichkeiten für die neue Niederlassung gesucht werde.
Kees Hoogendoorn

Diego Tomasella, CEO von Jekko, erklärt: „Die Niederlande zählen weltweit zu den am weitesten entwickelten Märkten für Minikrane. Die Dichte an Maschinen ist im Verhältnis zur Bevölkerungszahl sehr hoch. Es handelt sich um einen ausgereiften und hart umkämpften Markt, auf dem Kunden besonders hohe Ansprüche an Technik, Leistung, Effizienz und Innovation stellen. Zudem sind in den Niederlanden bedeutende internationale Akteure aus der Hebetechnik- und Maschinenvermietungsbranche ansässig, was das Land zu einem strategischen Knotenpunkt mit großem Geschäftspotenzial macht.“

Tomasella weiter: „Wir sind der Überzeugung, dass ein solch strategisch wichtiger Markt unser direktes Engagement verdient. Die hervorragenden Ergebnisse unserer eigenen Niederlassung Jekko Deutschland haben bestätigt, dass eine größere Kundennähe durch eine dedizierte lokale Organisation der richtige Ansatz ist. Mit Jekko Nederland möchten wir dem niederländischen Markt nun das gleiche Maß an Aufmerksamkeit, Fachwissen und Service bieten.“

Vertriebsleiter Alberto Franceschini ergänzt: „Der niederländische Markt ist hochentwickelt; Kunden erwarten hier innovative Maschinen, zuverlässige Partner und einen exzellenten Service. Unser Ziel ist es, die Position von Jekko zu stärken, indem wir die Leistungsfähigkeit unserer Produkte mit direkter Kundenbetreuung, lokalem Knowhow und langfristigen Geschäftsbeziehungen verknüpfen. Wir kennen das Potenzial dieses Marktes und sind bereit, dort zu investieren.“

Kees Hoogendoorn sagt: „Obwohl Jekko-Krane in Italien gefertigt werden, sind sie vielleicht die ‚holländischsten‘ Minikrane auf dem Markt – nicht nur wegen ihrer orangen Farbe, sondern auch aufgrund der technischen Lösungen, die bei niederländischen Kunden besonders geschätzt werden. Ich bin zuversichtlich, dass meine Rolle als Bindeglied zwischen dem italienischen Hersteller Jekko und dem niederländischen Markt für alle Beteiligten großen Erfolg und Zufriedenheit mit sich bringen wird.“

Auf die Bitte um eine Stellungnahme erklärte Costiaan Brouwer, Geschäftsführer von Hocap/Jekko Nederland: „Jekko hat sich dazu entschlossen, den Markt direkt zu bedienen – ein Ansatz, der nicht mit unserer Vorstellung eines Händlermodells im Einklang steht. Infolgedessen haben wir beschlossen, die Händlerschaft sowie die damit verbundenen Verantwortlichkeiten aufzugeben.“

Anmerkung der Redaktion

Diese Ankündigung war insofern etwas verwirrend, als sie weder Hocap/Jekko Nederland erwähnte noch Angaben zu Übergangsregelungen machte – etwa dazu, ob beide Parteien möglicherweise parallel agieren werden oder nicht. Wir haben bei beiden Seiten um Klärung gebeten.

Die zusätzlichen Informationen wurden mittlerweile in den obigen Bericht integriert. Nach unserem Kenntnisstand befinden sich die beiden Unternehmen noch im Gespräch über Übergangsregelungen, um sicherzustellen, dass die Kunden auch weiterhin eine gute Betreuung erhalten.

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