27.06.2019

SX-180-Duo arbeitet an Morandi-Brücke

Jeder hat die Bilder im Kopf: Seit dem dramatischen Einsturz im letzten Jahr zwangen Bedenken hinsichtlich der Stabilität des Polcevera-Viadukts (besser bekannt als Ponte Morandi oder Morandi-Brücke) die Behörden zu einem vollständigen Abriss und Neubau der Brücke. Zur Unterstützung der Rückbauarbeiten mit schwerem Gerät und Kranen auf engstem Raum hatte das Vermietunternehmen Werent den Einsatz von zwei Genie SX-180 Teleskoparbeitsbühnen empfohlen. Die termingerechte Lieferung der Bühnen übernahm der autorisierte Genie-Vertriebspartner CTE.
Wie eine offene Wunde klafft die kaputte Brücke in der Stadt

Die Ende der 1960er-Jahre eingeweihte Morandi-Brücke galt mit ihren drei 90 Meter hohen Stahlbeton-Pylonen und einer Länge von 1,18 Kilometern damals als Bauwerk nach neuestem Stand der Technik. Sie stellte die dringend benötigte Verbindung für die Industrie- und Logistikbezirke Genuas zu den Fernstraßen nach Norditalien und Südfrankreich her. Sie hatte rund 50 Jahre lang Bestand. Dann zerkrümelte sie: Am 14. August 2018 erlangte sie traurige Berühmtheit, als ein 200 Meter langes Segment der Brücke und einer ihrer Pylone einstürzten. Dabei wurden 43 Menschen in den Tod gerissen, und 556 Bewohner (von Häusern, die bereits vor dem Bau der Brücke existierten) mussten ihre Wohnungen verlassen.
Erst musste einiges abgerissen werden

Die erste Phase des Rückbaus begann im Dezember 2018. Heute, sechs Monate später, sind immerhin die Trümmer des Einsturzes fast vollständig beseitigt – und sogar der Wiederaufbau der Brücke kommt gut voran. Eine positive Ausnahme, wie es scheint. Wer sonst in Italien unterwegs ist, beispielsweise im Erdbebengebiet der Monti Sibillini oder in den Abruzzen, weiß, wie wenig sich da auch nach Jahren meistens tut – kaum etwas.
Dann konnten die Rückbauarbeiten richtig starten

Doch zurück zum Rückbau. Die Rückbauarbeiten sollen diesen Sommer abgeschlossen werden; bei gleichzeitigem Neuaufbau spielen die beiden Genie SX-180 eine zentrale Rolle bei der Demontage der verbleibenden Brückenteile. Die beiden Boomlifte werden von den Teams genutzt, die Bewehrung und Beton vom restlichen Teil der Brücke trennen. Dazu ist es notwendig, die Arbeitsbühnen parallel zu den Kranen zu bewegen, die das Gewicht der demontierten Segmente heben und diese anschließend auf den Boden absenken.
Verschiedene Krane leisteten wertvolle Dienste bei dem Unterfangen

Enrico Piovan, Leiter der Werent-Niederlassung in Venedig, erklärt: „Um die Rückbauarbeiten durchführen zu können, sind die Teams auf Arbeitsbühnen angewiesen, mit denen sie problemlos die Fahrbahndecke erreichen, die sich 45 Meter über Bodenniveau befindet. Darüber hinaus ist es notwendig, den Ausleger über einen Arbeitsbereich von 18 Metern auszufahren, der Breite der Brückenfahrbahn.“
Die Genie-Superbooms lieferte der Vermieter Werent

Ebenso war das Platzangebot begrenzt, einerseits durch die Häuser, die unweit der Brücke stehengeblieben waren, andererseits durch den in unmittelbarer Nähe verlaufenden Fluss Polcevera. Aufgrund des Umstands, dass die Rückbauarbeiten so schnell wie möglich beginnen sollten und die Arbeiten der am Projekt beteiligten Unternehmen eng, ja geradezu streng abgestimmt sind, mussten die SX-180 schnellstens geliefert werden, und zwar pronto!

Starke Windböen, keine Seltenheit in der Hafenstadt Genua, sowie das Gewirr aus Eisen und Beton infolge der Rückbauarbeiten waren zwei Risikofaktoren, die von den Werent-Experten berücksichtigt werden mussten. Firmeninhaber Michele Marraffa resümiert: „Sicherheit ist grundsätzlich eine zentrale Forderung, ganz besonders im Fall des Rückbaus der Morandi-Brücke. Diese Baustelle lässt uns wahrlich nicht gleichgültig, und die schrecklichen Fernsehbilder vom Einsturz der Brücke haben wir immer wieder vor Augen. Sie machen uns noch stärker bewusst, dass die Sicherheit in der Verantwortung jedes Einzelnen liegt. Wir fühlen uns geehrt und sind stolz darauf, zu denjenigen zu gehören, die zur sicheren Zukunft dieses Infrastrukturbauwerks beitragen.“

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