18.10.2019

Spektakulär gescheitert

„Oldie“ am Steuer: Ein LKW mit Ladekranaufbau ist in Oberbayern sensationell an der Durchfahrt einer Unterführung gescheitert und hat dabei massiven Schaden angerichtet. Der 80-jährige Fahrer hatte es nach einem Baustelleneinsatz versäumt, den Ladekran wieder korrekt einzufahren und ist mit dem Kranarm in die Oberleitung der Kochelseebahn gerauscht und hat diese dabei abgerissen. Und zwar auf einer Länge von 500 Metern.

Doch damit nicht genug: Durch den Kontakt mit der Stromleitung platzt einer der Reifen des 18 Tonnen schweren Lasters. „Der Rentner will davon nichts bemerkt haben und fuhr weiter“, sagte ein Polizeisprecher. Der Fahrer kracht gegen die Brücke, unter der er ursprünglich durchfahren wollte. Dabei stellt sich sein Fahrzeug quasi auf die „Hinterbeine“, sprich Hinterachse: Die Front mit dem Fahrerhaus bleibt direkt unter der Brücke hängen, ragt steil empor. Nur die Reifen hatten noch Kontakt zum Boden. Da das Führerhaus so steil in die Luft hing, konnte sich der Unglücksrabe nicht aus eigener Kraft befreien, sondern musste gerettet werden – mit einer Leiter.
Der LKW hat sich unter der Brücke verkeilt (Bild: Feuerwehr Bichl)

Berichten zufolge war der 80-Jährige zuvor mit der Kransteuerung nicht zurechtgekommen und hatte sich von einem Passanten bei der Kranbedienung helfen lassen, als er mit dem Abladen von Kabeltrommeln beschäftigt war. Ein ordnungsgemäßes Einfahren des Krans gelang den Beiden nicht.

Seit diesem Freitagmorgen fährt die Kochelseebahn wieder ohne Unterbrechungen. Die Polizei taxiert den Schaden auf mindestens 60.000 Euro.
Der Palfinger PK12502 verkeilt sich unter der Brücke (Bild: Feuerwehr Bichl)

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