20.02.2020

Schwarzmüller schluckt Hüffermann Transportsysteme

Die Schwarzmüller-Gruppe mit Sitz in Freinberg, Österreich, hat am Dienstag die Übernahme von Hüffermann bekanntgegeben. „100 Prozent der Traditionsmarke Hüffermann erworben“, titelt der Fahrzeugbauer in seiner Pressemitteilung. Nur zur Klarheit: Dabei handelt es sich um die in Neustadt an der Dosse (Brandenburg) ansässige Firma Hüffermann Transportsysteme, die Behältertransportanhänger fertigt. Hüffermann Krandienst mit Hauptsitz in Wildeshausen ist vom Verkauf nicht betroffen.

Deren geschäftsführender Gesellschafter Daniel Janssenbetont, dass der Verkauf von Hüffermann Transportsysteme keinen Einfluss auf die Operative sowie das weitere Wachstum der Geschäftsbereiche Hüffermann Krandienst, Autodient-West Ganske, Velsycon sowie Next Generation Personalservice in Wildeshausen haben werde.

Hüffermann Transportsysteme wurde in Wildeshausen gegründet, ist aber seit vielen Jahren in Brandenburg ansässig. Rolf Hüffermann, Gesellschafter beider Hüffermann-Firmen, erklärt im Hinblick auf die weitere Entwicklung des Brandenburger Betriebs: „Wir wollen international wachsen. Deshalb ergibt die Zusammenarbeit mit Schwarzmüller Sinn“.

Hüffermann Transportsysteme gilt als einer der führenden deutschen Produzenten für Containerwechselsysteme und Aufbauten für den Entsorgungssektor, Schwarzmüller als Premiumhersteller von Nutzfahrzeugen. Die Österreicher wollen mit diesem Kauf ihre Sparte der Bau- und Infrastrukturfahrzeuge ausbauen.
Roland Hartwig (l.), CEO der Schwarzmüller-Gruppe, mit dem Geschäftsführer und bisherigen Mitgesellschafter von Hüffermann, Stephan von Schwander

„Wir sprechen die gleiche Sprache und haben die gleichen Ziele. Deshalb freuen wir uns ganz besonders, die Chance zur Übernahme erhalten zu haben“, sagt der Schwarzmüller-Chef Roland Hartwig. Es sei nicht schwergefallen, Zusagen zu Standort und Belegschaft zu machen, denn man wolle gemeinsam wachsen.

Schwarzmüller könne mit der Hüffermann-Organisation seine Aufstellung in Deutschland abrunden und diesen Markt „völlig neu denken“, so Hartwig: „Wir haben angekündigt, in Deutschland einen zweistelligen Marktanteil anzustreben. Mit dem Output von Hüffermann sind wir diesem Ziel schon sehr nahe.“ Er betonte, dass die Marke Hüffermann erhalten bleibe. „Wir sind nicht gekommen, um die Werthaltigkeit des Unternehmens zu untergraben. Hüffermann hat tolle Angebote für seine Kunden und ein überragendes Image.“

Hüffermann Transportsysteme hat rund 250 Mitarbeiter, stellt jährlich mehr als 1.000 Fahrzeuge her und erwirtschaftet etwa 40 Millionen Euro Umsatz.

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