01.04.2020

„Covidende“ statt Dividende

Vorsichtsmaßnahme: Der schwedische Aufzugs- und Mastkletterspezialist Alimak ändert seine Pläne zur Auszahlung der Dividende. Statt wie ursprünglich beabsichtigt 3,25 Schwedische Kronen (SEK) je Aktie auszuzahlen, sollen im Mai vorerst lediglich 1,75 SEK ausgeschüttet werden. Das sind umgerechnet 16 Cent statt 30 Cent pro Anteilsschein. Als Stichtag für die Dividende soll unverändert der 11. Mai 2020 gelten. Darüber soll die Hauptversammlung am 7. Mai 2020 entscheiden.

Die Idee: Eine außerordentliche Hauptversammlung soll in der zweiten Jahreshälfte über die verbleibende Dividende befinden. Wird sie gezahlt? Wenn ja, in welcher Höhe? Hintergrund: Die Alimak-Gruppe erwartet aufgrund der Covid-19-Pandemie zumindest für die erste Hälfte des laufenden Jahres wesentliche Auswirkungen auf Angebot und Nachfrage von Produkten und Dienstleistungen.

„Die Alimak-Gruppe verfügt über eine starke finanzielle Position, bedeutende ungenutzte Kreditlinien und ist mit ihrer derzeitigen Kapital- und Vertragsstruktur zufrieden“, gibt Aufsichtsratschef Jan Svensson Entwarnung. „Aus Gründen der Vorsicht soll der revidierte Dividendenvorschlag in einer Zeit der Unsicherheit mehr Flexibilität schaffen.“
Jan Svensson

Im vierten Quartal 2019 bekam Alimak die Auswirkungen des neuartigen Coronavirus auf das Geschäft in China zu spüren. Die chinesische Organisation der Gruppe ist mittlerweile wieder vollständig bei der Arbeit und nähert sich der normalen Auslastung. Doch das, was sonst fast überall auf der Welt passiert, setzt dem Konzern zu wie die Schließung von Baustellen oder die Einschränkung von Produktionsbetrieben und Wartungsaktivitäten.

Auch die Kunden schränken in unterschiedlichem Maße den Zugang zu ihren Standorten ein, was den Verkauf neuer Geräte, aber auch die Installations- und Servicetätigkeiten einschränkt, so das Unternehmen. So sei die Produktion in Brasilien und Spanien derzeit auf Eis gelegt oder eingeschränkt und in anderen Ländern zum Teil eingeschränkt. Alimak rechnet damit, dass sich daran auch im zweiten Quartal nichts groß ändert.

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