30.07.2020

Palfinger bleibt in Gewinnzone

Wie ist die erste Jahreshälfte bei Palfinger gelaufen? Der Gesamtumsatz lag in den sechs Monaten bis Ende Juni mit 729,8 Millionen Euro um 18,3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Am stärksten war der Rückgang in Europa mit 461,7 Millionen Euro (-16 Prozent), in Nordamerika mit -21 Prozent auf 160,2 Millionen Euro, während das Forstkrangeschäft in Russland und den GUS-Staaten mit einem Minus von fast 39 Prozent auf 38,7 Millionen Euro am stärksten in die Knie ging.

Der Halbjahresgewinn vor Steuern ging um 60 Prozent auf 30,55 Millionen Euro zurück. Dem Unternehmen gelang es auch, seine Nettoverschuldung um fast 14 Prozent auf 494,3 Millionen Euro zu verringern. Dies zum einen aufgrund der Umstrukturierung seiner Vermögenswerte, aber möglicherweise auch im Zusammenhang mit der Streichung seiner Dividende?

Die Einnahmen im zweiten Quartal fielen um 24,5 Prozent auf 336,6 Millionen Euro, während der Gewinn vor Steuern sich von 27,5 Millionen Euro im letzten Jahr auf nur noch 1,8 Millionen Euro atomisierte. Das Unternehmen hat zwar gesagt, dass es im Juni einen Aufschwung erlebt hat und prognostiziert nun für das Gesamtjahr einen Umsatz in Höhe von 1,5 Milliarden Euro; dies würde einen Rückgang von genau 14 Prozent übers Jahr bedeuten. Das erste Halbjahr sei durch einen starken Auftragsbestand zu Beginn des Jahres und einen soliden Auftragseingang im ersten Quartal begünstigt worden. Der Konzern gibt an, dass er über einen Auftragspuffer von vier Monaten verfügt und ist daher für das dritte Quartal durchaus zuversichtlich.

Geschäftsführer Andreas Klauser sagt: „Palfinger hat schnell und effizient Maßnahmen zur Optimierung der Liquidität, zur Aufrechterhaltung der Lieferketten und zur Sicherung der Gesundheit der Belegschaft umgesetzt. In einem äußerst unsicheren Marktumfeld mit geringer Visibilität haben wir unseren Mitarbeitern, Partnern und Kunden ein Höchstmaß an Stabilität und Verlässlichkeit geboten“, so Klauser.

„Die Ende Februar eingesetzte Covid-19-Task-Force hat in drei Arbeitspaketen insgesamt 220 Maßnahmen zur proaktiven Steuerung durchgeführt: Gesundheit und Sicherheit, Produktions- und Betriebsmanagement und Liquiditätsoptimierung. Wir haben diese Phase der Krise erfolgreich gemeistert und gehen auf einer soliden Grundlage in die zweite Jahreshälfte“, so der selbstbewusste Kommentar des Firmenchefs.

Vertikal Kommentar

Wie auch immer man es betrachtet, dies ist ein ziemlich gutes Ergebnis von Palfinger. Der Konzern bleibt in der Gewinnzone, hat seine Schuldenlast ein wenig reduziert und teilt mir, dass nur zehn seiner 11.000 Mitarbeiter an Corona erkrankt gewesen seien. Alle Werke sind wieder geöffnet, und es kommen wieder Aufträge herein.

Das Unternehmen hat jedoch – vernünftigerweise – sein Wachstumstempo verringert und erwartet nun bis 2024 einen Umsatz von zwei Milliarden Euro. Es bleibt zu hoffen, dass wir noch einige weitere Ergebnisse in diesem Sinne sehen werden.

Kommentare

Diese Website verwendet Cookies, um ein optimales Benutzererlebnis zu gewährleisten. Mit dem Besuch dieser Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen
OK