22.12.2020

Ausgekrant

Über die Wupper gewuppt: Zur jährlichen Prüfung der PKW- und Fußgängerbrücken über die Wupper in Wuppertal vom Wasser aus werden regelmäßig Arbeitsbühnen ins Flussufer gesetzt. Anfang September war es mal wieder soweit: Kranvermieter Wilden hob eine Teleskopraupenbühne vor historischer Kulisse aus dem Fluss.

Mit 22,5 Tonnen Gegengewicht ballastiert hob der Liebherr-Mobilkran LTM 1090-4.2 die 12,8 Tonnen schwere Arbeitsbühne – eine 20-Meter-Aichi aus der Flotte von Spielhoff – bei 15 Metern Radius aus dem Wasser und setzte sie dann auf einen Tieflader ab.
Zum Ausheben und Verladen der knapp 13 Tonnen schweren Aichi-Bühne ist der LTM 1090-4.2 mit 22,5 Tonnen Ballast gerüstet

„Für uns sind diese Art Einsätze inzwischen Routine, denn das machen wir 15 bis 20 Mal im Jahr. Die Vorbereitungen sind allerdings aufwändig: Alle Arbeiten, also auch unsere Kraneinsätze, im Bereich des Verkehrsraumes der Wuppertaler Schwebebahn sind genehmigungspflichtig. Das vor Ort tätige Personal muss vorher bei der zuständigen Abteilung der Schwebebahn angemeldet und sicherheitstechnisch geschult werden“, erläutert Dominik Fandrey, Disponent und Betriebsleiter bei Wilden.

Der Kraneinsatz selbst dauerte nur 2,5 Stunden. Er fand im Ortsteil Sonnborn auf dem Gelände des nahezu hundert Jahre alten „Stadion am Zoo“ statt, das seinerzeit eines der größten und modernsten Stadien Westdeutschlands war. In diesem Bereich verlässt die Schwebebahn den Lauf der Wupper. „Die Arbeitsbühnen können mit ihren Raupenfahrwerken problemlos im lediglich rund einen halben Meter tiefen Wasser zu den Brückenbauwerken fahren, wo die Bauingenieure anschließend die Prüfungen durchführen, so Fandrey.“ Mit einer Einschränkung: „Bei Starkregen oder Hochwasser geht das natürlich nicht.“
Historische Kulisse in Wuppertal: Hauptkirche Sonnborn, Schwebebahn und Stadion am Zoo

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