24.09.2021

Tadano will Emissionen verringern

Tadano hat sich eigenen Angaben zufolge die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit explizit auf die Fahnen geschrieben.

„Basierend auf den Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) hat sich die Tadano-Gruppe das klare Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 die CO2-Emissionen unserer Geschäftsaktivitäten weltweit um 25 Prozent und die unserer Produkte um 35 Prozent zu reduzieren“, kündigt CEO Toshiaki Ujiie an. Der Hersteller will seine Flotte daher schrittweise auf emissionsfreie oder zumindest deutlich emissionsreduzierte Antriebstechnologien umstellen.

Die Weichen dafür habe man längst gestellt, heißt es – beispielsweise mit dem ESTA-prämierten E-Pack, das einen lokal völlig emissionsfreien Kranbetrieb ermöglicht. Mit diesem elektrohydraulischen Aggregat zum Anschluss an 400-Volt-Steckdosen mit 63 oder 32 Ampere (Starkstrom) arbeiten die Tadano-Krane AC 3.045-1 City und AC 4.080-1 im Kranbetrieb dank des integrierten 32-kW-Elektromotors flüsterleise, ohne spürbare Vibrationen für den Fahrer sowie vor allem ohne den Ausstoß von Abgasen.

„Das E-Pack wird schon bald für weitere Kranmodelle nutzbar sein“, kündigt Dr. Frank Schröder an, Vice President All-Terrain-Krane. Vorteil für den Kunden: Er kann ein und dasselbe E-Pack für verschiedene Modelle in seiner Flotte verwenden.
Tadanos E-Pack

Der Einsatz des optional lieferbaren Aggregats bietet sich an in Hallen, in Innenstädten oder auch bei Nacht in Wohngebieten – also überall dort, wo Kranbetreiber mit verschärften Emissions- und Lärmschutzauflagen konfrontiert sein können. „Wir gehen ohnehin davon aus, dass bei immer mehr Ausschreibungen künftig ein emissionsfreier oder zumindest -reduzierter Betrieb gefordert wird. In den Niederlanden und in Skandinavien ist das schon heute der Fall. Mit dem E-Pack sind unsere Kunden bereits darauf vorbereitet“, unterstreicht Schröder.

Das gelte auch im Hinblick auf den möglichen Betrieb vieler Tadano-Krane mit alternativen Dieselkraftstoffen, so das Unternehmen. Für den europäischen Markt bedeute dies konkret, dass neben fast allen All-Terrain-Kranen auch alle Tadano HK Oberwagen-Motoren sowie sämtliche CC Gittermastraupenkrane und auch der Teleskopraupenkran GTC-1800EX ohne Modifikationen mit paraffinischen und synthetisch hergestellten Dieselkraftstoffen nach DIN 15940 betrieben werden können. Darunter fallen emissionsreduzierte Kraftstoffe wie HVO, GtL oder BtL.

Tadano verspricht sich insbesondere von HVO (Hydrotreated Vegetable Oil) einiges. Dabei handelt es sich um einen regenerativ hergestellten Kraftstoff auf Basis von Pflanzenölen und tierischen Fetten, die beispielsweise als Abfallprodukte bei der Herstellung von Lebensmitteln anfallen. HVO besitzt eine fast identische Leistungsdichte wie fossiler Diesel, ist im Gegensatz dazu jedoch von der Herstellung bis zur Verbrennung so gut wie klimaneutral.
Mehr alternative Kraftstoffe sollen in den Krantank

„Auch wenn HVO noch nicht überall verfügbar ist, so halten wir es dennoch für eine sinnvolle Möglichkeit, bei bestehenden Fahrzeugen Partikelausstoß und Treibhausgase weiter zu reduzieren und über den gesamten Lebenszyklus der Produkte hinweg einen deutlich emissionsreduzierten Betrieb zu ermöglichen. Deshalb wird Tadano seine Werke in Europa schrittweise auf regenerative Kraftstoffe umstellen, um schon den Produktionsprozess unserer Krane so emissionsarm wie möglich darzustellen”, unterstreicht Jens Ennen, Firmenchef der beiden deutschen Tadano-Ableger.

Aktuell arbeitet das japanische Unternehmen an weiteren konkreten Maßnahmen hinsichtlich umwelt- und klimaverträglicher Antriebstechnologien in Mobilkranen und will auf der kommenden bauma „umfassend dazu informieren“.

Kommentare

Raffy
Interesting!

30.09.2021
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