12.10.2021

„Der Kran ist wie ein Ferrari“

Smarter Partner: Das italienische Bauunternehmen Antonio Basso aus Treviso nördlich von Venedig nutzt seit zwei Jahren einen 1000 EC-H 50 Litronic, den größten Serienkran in Liebherrs EC-H-Baureihe, in der Produktion. Am Hauptsitz der Firma bewegt der Obendreherkran täglich tonnenschwere Betonfertigteile – und ist dabei „intelligent“ mit dem ERP-System vernetzt.

Bei der Entscheidung für die neue Maschine von Liebherr spielte das Gefälle der Kranbahn auf dem Werksgelände eine zentrale Rolle, aber auch der Wind.

„Der Kran ist wie ein Ferrari – er ist sehr, sehr schnell“, sagt Geschäftsführer Giovanni Basso. Seine Firma war im Juli 2019 der erste Kunde in Italien, der einen 1000 EC-H 50 Litronic in neuem Design erhalten hat. Der Hersteller schneiderte den Kran auf Bassos Wünsche passend zu.

Zwölf Stunden am Tag, fünf Tage die Woche: Der 1000 EC-H 50 Litronic ist vor allem im Sommer im Dauerbetrieb. Vorgefertigte Elemente aus der Produktion abholen, sie in den Lagerbereich bringen und später auf Lastwagen verladen – der Turmdrehkran bewegt pro Hub bis zu 45 Tonnen. „Wir produzieren die Teile für das Fundament, die Böden, die Dächer und die Schornsteine“, erläutert Giovanni Basso. Fassaden in verschiedenen Ausführungen und speziell geformte Brückenteile runden das Produktportfolio ab.
Der größte Serienkran der Liebherr-Baureihe EC-H bewegt auf dem Produktionsgelände in Treviso täglich tonnenschwere Betonfertigteile

Der Kran ist auf einem 10-Meter-Portal montiert, hat eine Auslegerlänge von 50 Metern sowie eine Hakenhöhe von zirka 33 Metern. Das Portal bewegt sich auf Schienen, sodass die Firma mit dem Kran jeden Winkel des Lagerplatzes abdecken kann. „Mit diesem Turmdrehkran auf einem schienenfahrbaren Portal haben wir die Möglichkeit, die Fertigteile viel schneller umzuschlagen und verfügen über zusätzliche Lagerflächen unterhalb des Portals“, berichtet Giovanni Basso. „Wir verschwenden keinen Quadratmeter Lagerfläche.“

Die Portallösung war einer der Hauptgründe, warum er sich für genau diesen Kran entschieden hat. Und: Liebherr ist Giovanni Basso zufolge der einzige Anbieter gewesen, der für das Gefälle der Kranbahn auf dem Werksgelände eine passende Gesamtlösung fand. Durch aufwändige Berechnungen im Vorfeld lässt sich der Kran nun überall auf dem Hof sicher und zuverlässig betreiben.

Beim Hubwerk fiel die Wahl auf die 110-kW-Ausführung. Zwischen der Kransteuerung und dem administrativen Produktionssystem gibt es eine Schnittstelle, damit jedes umgeschlagene Teil verfolgt werden kann.
Vertreter von Liebherr, darunter auch Stéfanie Wohlfarth aus dem Verwaltungsrat der Liebherr-International AG, sowie der Firma Niederstätter, haben den Kran gemeinsam im Juli 2019 an die Firma übergeben

Bei der Lösungsfindung spielten auch die Windböen, welche in der Region Geschwindigkeiten von über 180 Kilometer pro Stunde erreichen können, eine Rolle: So wird der Kran mit speziellen Schienenklemmen am Abend fixiert, damit er an Ort und Stelle verbleibt. Sollte ein schwerer Sturm aufziehen, kann das Portal zusätzlich mit Stahlseilen mit einem im Boden eingelassenen Fundament verankert werden.

Giovanni Bassos Vater baute das Unternehmen auf: 1972 startete Antonio Basso zunächst als Tiefbauunternehmer und erweiterte 1976 seine Tätigkeit auch auf die Herstellung von Betonfertigteilen. Ende der 80er Jahre bescherte ein Patent für ein innovatives Dachsystem für Industriegebäude in Nordost-Italien der Firma ein schnelles Wachstum. Der Hauptsitz und die Produktion befinden sich in der Nähe von Treviso. Zudem gibt es mit den Tochtergesellschaften Antonio Basso Trentino und Antonio Basso Beton zwei weitere Produktionsstätten in Grigno (Trentino) und Manfredonia (Foggia).
Mit der Portallösung verschwendet das Unternehmen keine Lagerfläche

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