12.02.2026

Balkan-Krane auf Vordermann bringen

Der schwäbische Kranhersteller Liebherr stärkt seine Präsenz in Kroatien und macht die Firma KranTehnik EU zum neuen Vertriebs- und Servicepartner für acht Balkanländer: Slowenien, Kroatien, Bosnien & Herzegowina, Serbien, Montenegro, Albanien, Kosovo und Nordmazedonien.

Die neue Kooperation zielt darauf ab, die alternde Turmdrehkranflotte des Balkans zu modernisieren und die Industriestandards anzuheben, wie es heißt. Ziel ist es, moderne Turmdrehkrane zum neuen Standard auf Baustellen in Kroatien und der gesamten Balkanregion zu machen.
Marco Guariglia, Geschäftsführer Vertrieb Liebherr-Turmkrane; Sanela Zanko, Geschäftsführerin KranTehnik EU; Mario Zanko, Technischer Leiter KranTehnik EU; Jochen Schwarz, Gebietsverkaufsleiter Liebherr Tower Cranes (v.l.)

Zusammen mit dem kroatischen Kranspezialisten will Liebherr das Durchschnittsalter der Turmkranflotte in der Region deutlich senken und Bauunternehmen beim Übergang zu moderner, zuverlässiger Krantechnologie unterstützen. Das bedeutet ganz konkret: In den nächsten fünf Jahren will KranTehnik EU das derzeitige Durchschnittsalter einer Kranflotte von 25 bis 30 Jahren auf etwa 15 bis 18 Jahre senken. Dies wäre ein Meilenstein, der einen grundlegenden Wandel für die Bauindustrie im Balkan bedeuten würde.

„Wir sehen unsere Rolle darin, Bauunternehmern zu helfen, die moderne Krantechnik zu verstehen und ihr zu vertrauen. Wir möchten, dass der Balkanmarkt moderne Krane nicht als Risiko sieht, sondern als zuverlässige, vollständig unterstützte Lösung, die ihre Arbeit erleichtert und ihre Baustellen effizienter macht", sagt Mario Zanko von KranTehnik EU.

Der kroatische Bausektor wird derzeit hauptsächlich vom Wohnungsbau und von öffentlichen Infrastrukturprojekten angetrieben, von denen viele durch EU-Förderprogramme unterstützt werden. Die Aktivitäten konzentrieren sich auf das Ballungsgebiet Zagreb, gefolgt von der Adriaküste, insbesondere Split, Rijeka und Istrien. Infrastrukturprojekte werden überall im Land gefördert.

Den Markt beschreibt der Hersteller vorsichtig als „pragmatisch und kostensensibel“. Einfache Handhabung und bewährte Lösungen stechen Hightech-Ausrüstung aus. Der Turmdrehkranmarkt im Balkan wird von Obendrehern dominiert, insbesondere von High-Top- und Flat-Top-Modellen, als Basis für größere Wohn- und Infrastrukturprojekte. Parallel dazu setzen kleine und mittelgroße Baufirmen bevorzugt auf Schnelleinsatzkrane wegen ihrer guten Transportfähigkeit und einfachen Inbetriebnahme. Da kommen die EC-B-Serie und die K-Baureihe ins Spiel.

„Dieser Mix an Krananforderungen macht Liebherr zum perfekten Partner für uns, denn die Partnerschaft kann uns Krane in allen Größen und Variationen anbieten, die perfekt für eine Reihe verschiedener Bauprojekte geeignet sind", so Mario Zanko. Weg vom reinen Lieferanten-Image: Zudem würden Kunden immer stärker einen professionellen Kundendienst zu schätzen wissen, über den gesamten Lebenszyklus des Krans.

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