Zweifach tödlich: Gestern krachte in Benidorm in Ostspanien eine an zwei Masten geführte Mastkletterbühne in sich zusammen. Zwei Menschen kamen dabei ums Leben, ein dritter Arbeiter konnte sich retten.
Die beiden Männer, 26 und 45 Jahre alt, arbeiteten offenbar in den letzten Zügen einer umfassenden 18-monatigen Fassadensanierung am Gebäude 2 des Ferienwohnkomplexes Principado Europa in der Calle Ibiza. Beide waren im sicheren Umgang mit Mastkletterbühnen geschult.
Der dritte Mann, der nicht nur überlebte, sondern auch unverletzt blieb, hatte Berichten zufolge begonnen, die Mastkletterplattform von oben abzubauen. Er hing mit seinem Gurtzeug im 13. Stockwerk des 18-stöckigen Gebäudes. Er konnte sich in eine Wohnung retten, nachdem jemand dort ein Fenster für ihn öffnen konnte.
Die Unfallstelle
Mindestens einer der beiden Verunglückten wurde unter den Trümmern begraben. Der erste wurde quasi auf der Stelle für tot erklärt, der zweite erlag einige Stunden später seinen schweren Verletzungen.
Laut einer Zeugenaussage arbeiteten die beiden Männer zum Zeitpunkt des Vorfalls zwischen dem 8. und 11. Stockwerk und hoben die Bühne an. Uns wurde berichtet, dass sich einer der Masten löste und der andere Mast dann beim Einsturz der Plattform nachgab. ABER: Wir möchten betonen, dass wir diese Angabe nicht bestätigen konnten und uns derzeit nur auf die Aussage einer einzigen lokalen Quelle stützen, die den Unfallort vor Ort in Augenschein genommen hat.
Die Bühne, ein Trümmerhaufen
Es wurden zwei Untersuchungen eingeleitet:
- Eine gerichtliche Untersuchung, in der ein Richter ein Verfahren anordnen wird, um festzustellen, ob eine strafrechtliche Haftung vorliegt, einschließlich fahrlässiger Tötung oder Nichteinhaltung von Sicherheitsvorschriften.
- Und eine Sicherheitsuntersuchung, in der die Arbeitsschutzbehörde prüft, ob der Auftragnehmer alle geltenden Vorschriften und Normen eingehalten hat, und bei Feststellung von Fahrlässigkeit Bußgelder und Strafen verhängen wird, zusätzlich zu den im ersten gerichtlichen Verfahren verhängten Strafen.
Die Fotos veröffentlichen wir mit freundlicher Genehmigung des Consorcio Provincial de Bomberos de Alicante und eines Ansprechpartners vor Ort, der anonym bleiben möchte.
Das folgende Video bietet einen ausführlicheren Überblick:
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