Der schwedische Funkfernsteuerungshersteller Scanreco hat das ebenfalls in Schweden ansässige Unternehmen CrossControl, einen Anbieter von Fahrzeugcomputerlösungen, übernommen.
Der 1991 in Alfta in Südostschweden gegründete Betrieb CrossControl beschäftigte anfangs sieben und im Jahr 2015 über 200 Mitarbeiter. Die Produktionsstätten befinden sich in China, Finnland, Deutschland, Schweden und den USA.
Scanreco, 1984 gegründet, fertigt und liefert Borddisplays, Computer und Software für OEMs, die damit Maschinenschnittstellen und Steuerungssysteme für Krane, Hebezeuge und Industriemaschinen entwickeln. Das Unternehmen setzt um die 80 Millionen Euro im Jahr um.
Ein Bediener nutzt eine Scanreco-Fernsteuerung mit CrossControl-Borddisplays
Durch die Übernahme werden die beiden Produktlinien zusammengeführt und umfassen Fernsteuerungen, Bildschirme, Displays, Bordcomputer und Maschinensteuerungssysteme für Krane und Industriemaschinen.
Scanreco gab zudem bekannt, dass die fusionierten Unternehmen eine modulare Softwareplattform nutzen werden, die es OEMs ermöglicht, dieselbe Software für verschiedene Maschinen zu entwickeln und einzusetzen. Die Unternehmensgruppe wird rund 600 Mitarbeiter beschäftigen und in etwa hundert Ländern vertreten sein.
Scanreco-CEO Peter Lageson erklärt: „Diese Akquisition ist Teil unserer langfristigen Strategie und spiegelt einen deutlichen Wandel im Markt wider. Maschinensteuerung und Mensch-Maschine-Schnittstellen (HMI) gewinnen für OEMs zunehmend an strategischer Bedeutung, da Software, Konnektivität und künstliche Intelligenz eine immer wichtigere Rolle spielen. Durch die Kombination von Onboard- und Remote-Lösungen mit intuitiven HMIs und leistungsstarken Rechenkapazitäten unterstützen wir OEMs beim Bau leistungsfähigerer, produktiverer und zukunftsfähiger Maschinen – und schaffen gleichzeitig einzigartige Bedienererlebnisse.“
Das Unternehmen gab bekannt, dass der Investor Priveq nach der Akquisition als Minderheitsaktionär einsteigen wird, während die Scanreco-Gründer Kaj Johansson und Björn Askestig Mehrheitsaktionäre bleiben und ihre operativen Funktionen fortführen.
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