Die Hubarbeitsbühnen MJ 775 und MJ 520 spielten eine Schlüsselrolle bei der Wiederherstellung der Navicelli-Brücke, die nun wieder für den Verkehr und die Schifffahrt freigegeben ist.
Die Navicelli-Brücke (Ponte dei Navicelli) überquert den gleichnamigen Kanal (Canale dei Navicelli) zwischen Pisa und Livorno. Sie ist eine wichtige Verbindung im toskanischen Verkehrsnetz, und wer häufiger in der Toskana unterwegs ist, dem ist das Schild sicher schon mal begegnet: FI-PI-LI. Das steht für die wichtige Schnellstraße Firenze-Pisa-Livorno, sie wurde Anfang der 1990er Jahre eröffnet. Sie ist, genau wie viele große Werften, über ebenjene Brücke zu erreichen.
Aufgrund von Reparaturarbeiten war die Brücke für den Straßenverkehr und die Schifffahrt vorübergehend gesperrt. Mittlerweile ist sie wieder vollständig in Betrieb, denn die Arbeiten konnten nach mehrwöchiger Bauzeit erfolgreich abgeschlossen werden.
Bei diesem Projekt, geprägt von hoher technischer Komplexität und extrem engen Zeitvorgaben, spielten die beiden großen Arbeitsbühnen von Multitel eine entscheidende Rolle – und zwar bei den von Bettarini Autogru aus Livorno koordinierten Arbeiten.
Das Projekt gliederte sich in drei Hauptphasen: Zunächst wurde das Brückendeck angehoben und neu positioniert, um eine teilweise Wiedereröffnung für den leichten Verkehr zu ermöglichen. Anschließend, am 28. und 29. März, leitete Bettarini die Demontage des beweglichen Brückenteils und dessen Positionierung am Boden, um die Stützgelenke auszutauschen. Am 18. und 19. April erfolgte schließlich die letzte Phase mit der endgültigen Positionierung des Brückenteils.
Die erste Phase galt der Sicherung und Stabilisierung des Brückendecks, gefolgt von der kontrollierten Neuausrichtung der Spannweite durch millimetergenaue Bewegungen mithilfe von drei Mobilkranen: einem 700-Tonnen- und zwei 250-Tonnen-Kranen.
Die rund um die Uhr laufenden Arbeiten ermöglichten es, die Konstruktion in ihre korrekte Position zurückzubringen und die Straße zunächst für leichten Verkehr (bis 3,5 Tonnen) wieder freizugeben. Etwa zwei Wochen nach der ersten Maßnahme plante und führte die Betreibergesellschaft der S.G.C. FI-PI-LI in Zusammenarbeit mit Bettarini Autogru die Demontage und den Abtransport des über 200 Tonnen schweren gesamten Brückendecks durch, um die vollständige Reparatur der Öffnungsscharniere der beweglichen Brücke mithilfe von diesmal vier Mobilkranen zu ermöglichen.
Die letzte Phase umfasste das Anheben und die endgültige Positionierung des Brückendecks, gefolgt von den Asphaltierungsarbeiten und der Erprobung des neuen, leichteren Hebesystems.
Der Beitrag der Multitel-Bühnen: Während aller Phasen des Projekts arbeiteten die beiden LKW-Bühnen MJ 775 und MJ 520 eng mit den Kranen zusammen, die zum Anheben des Brückendecks eingesetzt wurden. Beide Maschinen dienten zum Anschlagen der Last – zum Verbinden der Brücke mit den Kranhaken – und zur Überwachung der Manöver aus der Luft. So konnten die Bediener präzise in der Nähe der Anschlagpunkte arbeiten und hatten stets den kompletten Durch- und Überblick über die Arbeiten.
„Jeder Eingriff dieser Art ist ein kleines Wunder an Ingenieurskunst und Zusammenarbeit“, kommentiert Fabrizio Bettarini, der die Arbeiten direkt überwachte und die MJ 775 bediente. „Es geht nicht nur um die Kraft der Krane, sondern auch um Erfahrung, Timing und Präzision. Die Arbeitsbühnen ermöglichten uns das Arbeiten in der Höhe mit der nötigen Kontrolle, um jede Phase sicher durchzuführen.“
Auch unter der Brücke ist Platz für die große LKW-Bühne
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