Der deutsche Teleskopladerhersteller Wacker Neuson hat seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vorgelegt.
Der Gesamtumsatz stieg in den drei Monaten bis Ende März um fast 20 Prozent auf 591,5 Millionen Euro. Da sich der Markt in Europa und im asiatisch-pazifischen Raum erholt zeigte, glich dies den leichten Rückgang in Nord- und Südamerika aus.
Die regionalen Ergebnisse:
Europa: 471,6 Millionen Euro, +27,7 %
Nord- und Südamerika: 108,0 Millionen Euro, -2,3 %
Asien-Pazifik-Raum: 11,8 Millionen Euro, +8,3 %
Gesamt: 591,5 Millionen Euro, +19,8 %
Umsatz nach Produktsegmenten
Der Absatz im Bereich Kompaktgeräte – zu dem auch Teleskoplader zählen – kletterte um 40 Prozent auf 355,5 Millionen Euro, während der Umsatz bei den Leichtgeräten um 0,3 Prozent auf 114,2 Millionen Euro zurückging und die Erlöse im Bereich Dienstleistungen um 2,9 Prozent auf 124,5 Millionen Euro sanken.
Das Ergebnis vor Steuern (EBIT) versechsfachte sich – oder stieg, genauer gesagt, um 668 Prozent – auf nunmehr 39,9 Millionen Euro. Dies war höheren Absatzvolumina sowie geringeren Finanzierungskosten zu verdanken; diese positiven Effekte wurden teilweise durch eine leicht gesunkene Bruttomarge sowie höhere Ausgaben für Forschung & Entwicklung (F&E) kompensiert.
Die Nettoverschuldung wurde im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt um 34 Prozent auf 196 Millionen Euro gesenkt – lag damit jedoch leicht über dem Niveau zu Jahresbeginn.
Umsatzprognose für das Gesamtjahr: Das Unternehmen prognostiziert für 2026 Umsatzerlöse in einer Größenordnung von 2,2 bis 2,4 Milliarden Euro; dies entspricht einer Spanne von 0 bis 10 Prozent Wachstum gegenüber dem Jahr 2025.
Das Unternehmen erklärt dazu: „Die Ergebnisse des ersten Quartals 2026 spiegeln die Entwicklung wider, die bereits seit Ende 2025 zu beobachten war: eine spürbar verbesserte Auftragsdynamik. Nachdem das Vorjahr noch von einer schwachen Nachfrage – insbesondere in Europa – geprägt war, zeigte sich in der zweiten Jahreshälfte 2025 bereits eine deutliche Erholung. Dieser positive Trend setzte sich zu Beginn des Geschäftsjahres 2026 noch verstärkter fort, insbesondere im Segment der Kompaktmaschinen, das eine signifikante Aufwärtsdynamik verzeichnete.“
CEO Karl Tragl sagt: „Die spürbare Erholung in unseren europäischen Schlüsselmärkten sowie die gestiegene Nachfrage nach unseren Kompaktmaschinen ermöglichen uns einen soliden Start in das Jahr 2026. Zudem ist es uns gelungen, unsere geplanten Effizienzmaßnahmen umzusetzen und unsere Profitabilität erneut zu steigern. Wir blicken zuversichtlich auf den weiteren Jahresverlauf und bestätigen unsere Prognose für das laufende Geschäftsjahr.“
Vertikal Kommentar
Angesichts des aktuellen wirtschaftlichen Umfelds handelt es sich hierbei um ein bemerkenswertes Ergebnis. Das Unternehmen berichtet, dass die Bauwirtschaft eine höhere Dynamik aufwies als der Agrarmarkt. In Anbetracht der Tatsache, dass Landwirte tendenziell vermehrt Teleskoplader nachfragen: Könnte dies darauf hindeuten, dass weniger Teleskoplader, dafür aber mehr Bagger verkauft wurden?
Alles in allem erscheint die Entwicklung in der Tat äußerst positiv.
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