15.06.2026

Omme Lift bald Geschichte? [UPDATE]

Ist nach 120 Jahren Schluss? Dänischen Medienberichten zufolge hat der dänische Hubarbeitsbühnenhersteller Omme Lift aus dem Örtchen Sønder Omme am Dienstag vor einer Woche Insolvenz angemeldet.

Als Schmiedebetrieb 1906 gegründet, könnte dem Unternehmen, das sich in den letzten 25 Jahren auf die Produktion von Arbeitsbühnen konzentriert hat, nach 120 Jahren am Markt nun das Aus drohen.

Im Verwaltungsrat des Unternehmens vertreten Ditte und Henrik Lorentsen die Gründerfamilie in vierter Generation. Die Geschäfts geführt hat seit knapp zweieinhalb Jahren Lars Omme. Er hatte seinen Posten Anfang Februar 2024 angetreten – als erst zweiter nicht aus der Lorentzen-Familie stammender Firmenchef. Schien sein Nachname zunächst ein gutes Omen für Omme Lift zu sein, so muss dies nun neu bewertet werden...

Fakt ist: Auf der Webseite des dänischen Maschinenbauers hat sich seit Frühjahr 2024 nicht mehr viel getan. Lokale Medien vermeldeten in den vergangenen Tagen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens am Dienstag nach Hause geschickt worden seien. Zuvor habe es eine Besprechung in der Firma gegeben. Die Unternehmensleitung hat sich bislang nicht hierzu geäußert.
Der Firmensitz von Ommelift in Sdr. Omme (Archivbild von 2019)

Der letzte Jahresabschluss hat Berichten zufolge ein Minus von 11,7 Millionen Dänischen Kronen, umgerechnet 1,5 bis 1,6 Millionen Euro, ausgewiesen. Man sei nun auf der Suche nach einem Investor, der frisches Kapital einbringen soll.

Im dänischen Handelsregister haben drei mit Omme Lift verbundene Betriebe kürzlich ihren Namen in Gesellschaften geändert, die allesamt auf „… af 9. juni 2026 A/S“ enden. Über die Firma Omme Lift International APS heißt es dort: „Aufgelöst nach Fusion.“

Die Marke Omme Lift wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz von der Langenhagener Firma Sahalift vertreten und vertrieben. Firmenchef Yama Saha wurde am Montagmorgen für eine Stellungnahme angefragt und hat sich prompt bei Vertikal.net gemeldet.

„Ich war überrascht von der Meldung und habe erst nach der APEX davon erfahren“, berichtet Saha. „Ich habe aus mehreren Quellen erfahren, dass derzeit sehr gute Gespräche mit möglichen Investoren laufen und bin zuversichtlich, dass bald eine gute Lösung gefunden wird und die Geschäfte von Ommelift weitergeführt werden.“

Der bisherige CEO Lars Omme hat zudem in einem Post im Businessnetzwerk LinkedIn mitgeteilt, dass Omme Lift A/S Insolvenz angemeldet hat.

Er schreibt: „Als ich im Februar 2024 die Position des CEO übernahm, war es mein Ziel, die Marktposition des Unternehmens zu stärken, die Geschäftsentwicklung voranzutreiben und das Fundament für zukünftiges Wachstum zu legen. Es zeigte sich jedoch schnell, dass die Liquidität die entscheidende Herausforderung darstellen würde. Die vergangenen zweieinhalb Jahre zählten zu den anspruchsvollsten meiner beruflichen Laufbahn. Trotz des großen Engagements und der harten Arbeit vieler talentierter Mitarbeiter ist es uns leider nicht gelungen, die Zukunft des Unternehmens zu sichern.“

Wir werden weiter berichten, sobald wir mehr wissen.

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