22.06.2026

Böcker lagert in neuen Dimensionen

Vollautomatisierte Regaltechnik: Im Rahmen seiner 360-Grad-Höhentage hat der westfälische Kranhersteller Böcker am Donnerstag offiziell sein neues Logistikzentrum mit automatisierter Regaltechnik am Firmensitz in Werne eingeweiht. Im Beisein von Vertretern der Stadt Werne, des Generalunternehmers Gieseke sowie des Architekturbüros Schwerdt + Schwerdt Architekten feierte das Unternehmen den Abschluss des größten Bauvorhabens der Unternehmensgeschichte.
Event mit Einweihung: 360-Grad-Höhentage in Werne

„Mit dem zukunftsweisenden Neubau des Logistikzentrums investiert Böcker weiter konsequent in moderne Infrastruktur, einzigartige Fertigungstiefe und attraktive Arbeitsplätze am Standort Werne“, teilt der Kran- und Aufzugsbauer mit. Schätzungsweise 20 Millionen Euro hat das Unternehmen investiert.

Am 18. und 19. Juni 2026 öffnete Böcker seine Tore für Kunden und Geschäftspartner und präsentierte bei den 360-Grad-Höhentagen aktuelle Neuheiten aus der Kran-, Aufzugs- und Zahnstangentechnik. Und eben den neuen Logistikneubau.

Auf einer Grundfläche von rund 4.600 Quadratmetern entstand ein Gebäude mit viel Platz für Wareneingang, Qualitätssicherung und Lagerhaltung. Es bietet rund 4.000 Quadratmeter Lagerfläche und vereint ein automatisches Kleinteilelager mit 14.000 Stellplätzen, ein automatisches Palettenlager mit 7.500 Stellplätzen sowie ein zusätzliches Volumenregallager.

Damit bündelt Böcker zentrale Logistikprozesse an einem Standort und schafft die Grundlage für eine Just-in-time-Belieferung der Fertigung. Mit der Fertigstellung des Neubaus kehrt auch die Lagerhaltung vom Logistikzentrum Rünthe im Laufe der nächsten Monate in das Hauptwerk zurück.
Blick ins neue Lager

Herzstück des neuen Logistikzentrums ist die Kombination aus vollautomatisierter Lagertechnik und einem neu eingeführten Lagerverwaltungssystem. Die Software ergänzt das bestehende ERP-System und steuert künftig sämtliche Arbeitsabläufe vom Wareneingang über die Lagerung und Kommissionierung bis hin zum Versand.

Auch der innerbetriebliche Transport ist im Zuge des Neubaus neu aufgesetzt worden. Über ein Staplerleitsystem holen Gabelstaplerfahrer die vorkommissionierten Waren ab und bringen sie auf standardisierten Fahrwegen in die Fertigung. Eine neu geschaffene Fahrstraße als Ost-West-Verbindung zwischen den Hallen sorgt zusätzlich für kurze Wege zwischen Lager und Produktion. Bei der Entwicklung des ganzheitlichen Logistikkonzepts unterstützte das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik.
Firmenchef Alexander Böcker (r.) beim Durchnschneiden des Bandes

Doch damit nicht genug: Oberhalb des Wareneingangs und der Kommissionierfläche wurde die Halle um drei zusätzliche Etagen mit jeweils 864 Quadratmetern aufgestockt. Dort entstanden unter anderem Umkleiden mit Waschmöglichkeiten sowie eine Etage mit Büro- und Besprechungsräumen. Perspektivisch ist außerdem eine Kantine für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geplant.

Die Fassade des neuen Logistikzentrums besteht aus insgesamt 5.550 Quadratmetern PIR-Sandwichelementen, Faserzement- und Aluminiumverbundplatten, das Dach aus rund 4.500 Quadratmetern Trapezblech mit Mineralwolldämmung. Auch die Außenanlagen wurden umfassend neu gestaltet. Dafür bereitete Böcker eine Fläche von 6.000 Quadratmetern vor und wandelte sie in Grünanlagen, Pflaster- und Stellflächen um.

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