22.06.2026
Aha-Effekt im Ahrtal
Wiederaufbau im Ahrtal: Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal im Juli 2021 haben zwei traglaststarke Mobilkrane große Teile einer neuen Brücke installiert.
Die beiden Liebherr LTM 1750‑9.1 aus der Flotte von
Richter Kran und Schwerlast haben zentrale Brückenelemente und eine Stahlkonstruktion für die neue Landgrafenbrücke in Bad Neuenahr‑Ahrweiler montiert. Auftraggeber waren das Bauunternehmen
Leonhard Weiss und das Schwertransport- und Kranunternehmen
Dietmar Floßdorf.
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Präzisionsarbeit: Auf engstem Raum mussten die LTM 1750-9.1 gerüstet werden und dann ihre Montageaufgaben erledigen
Im Mittelpunkt des Einsatzes stand das
Einheben eines 105 Tonnen schweren Brückensegments, das im Tandemhub von beiden LTM 1750‑9.1 bewegt wurde. Die maximale Ausladung betrug dabei 38 Meter. Beide Krane waren mit einer 28 Meter langen Wippspitze sowie jeweils 204 Tonnen Ballast konfiguriert und boten damit die erforderlichen Reserven für den Doppelhub.
Aufgrund der beengten Platzverhältnisse direkt an der Ahr mussten die Krane eng nebeneinander aufgebaut werden. Eine zusätzliche technische Besonderheit war der Einsatz einer
Dreieckstraverse, die dafür sorgte, dass die Last gleichmäßig auf beide Krane verteilt wurde.
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Thermische Ausdehnung: In den frühen Morgenstunden heben zwei LTM 1750-9.1 das schwerste Brückenelement in einem Tandemhub passgenau in die Widerlager ein
Der entscheidende Hub wurde bewusst morgens in aller Herrgottsfrühe gegen 4 Uhr durchgeführt. Zu diesem Zeitpunkt herrschten die niedrigsten Temperaturen, wodurch sich die thermische Ausdehnung des Stahlbauteils auf ein Minimum verringerte. Bei höheren Temperaturen hätte nämlich die Gefahr bestanden, dass der Brückenträger aufgrund der Ausdehnung nicht exakt in die vorgesehenen Widerlager passt.
„Das Team und alle Beteiligten haben einen hervorragenden Job gemacht. Der Einsatz verlief ohne Komplikationen und Zwischenfälle – genau wie geplant“, resümiert Floßdorf-Projektleiter
Thorsten Mahlberg.
„Ein spezieller Einsatz unter sehr engen Platzverhältnissen. Eine große Herausforderung – aber letztendlich hat alles geklappt“, berichtet auch Kranfahrer
Manuel Bergmann am Steuer des blauen LTM 1750‑9.1. Und sein Kollege
Michael Schmieder, Fahrer des weißen 800-Tonners, sagt: „Man musste sehr konzentriert und präzise arbeiten, um die Last an der Dreieckstraverse und an beiden Kranen konstant zu halten. Ich bin sehr erleichtert, dass alles wie geplant funktioniert hat.“
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Herausforderung für die Kranfahrer: Einer Dreieckstraverse sorgte dafür, dass die Last gleichmäßig auf beide Krane verteilt wurde
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