01.07.2026
APEX will zurück nach Amsterdam
Halbvoll oder halbleer? Die APEX will sich alt-neu erfinden und ihren Rhythmus ändern.
Zwei Dinge stehen im Raum: ein erneuter Umzug nach Amsterdam und eine häufigere Durchführung der Messe. Das heißt, die Messe könnte beispielsweise alle zwei Jahre stattfinden, und dann erneut in Amsterdam. Denn zuvor hatte die APEX zunächst in Maastricht ihr Zuhause, dann in Amsterdam, nun wieder in Maastricht. Doppelte Rolle rückwärts also.
Die APEX 2026 (plus IRE) im holländischen Maastricht verzeichnete demnach rund 30 Prozent mehr Besucher als die vorangegangene Ausgabe im Jahr 2023. An den drei Tagen Anfang Juni wurden den Veranstaltern zufolge mehr als 7.000 Teilnehmer gezählt. „Angesichts des Erfolgs der Veranstaltungen prüfen die gemeinsamen Organisatoren – die KHL Group und I.P.I. BV – derzeit, ob der bisherige Drei-Jahres-Rhythmus verkürzt und der Veranstaltungsort nach Amsterdam verlegt werden soll“, heißt es in einer Pressemitteilung vom Dienstag.
„Es waren drei spannende und positive Tage“, meint
James King, CEO des britischen KHL-Verlags. „Es war so viel los – vom ERA-Kongress und der neuen Eröffnungsparty bis hin zur Preisverleihung und den Initiativen zur Förderung von Frauen in der Branche. Die Messen haben gezeigt, wie groß das Interesse an einer internationalen Veranstaltung ist, die sich auf die Bedürfnisse der Vermietbranche konzentriert und dabei Bereiche wie Höhenzugangstechnik, Vermiettechnologie und Kompaktmaschinen abdeckt.“
King weiter: „Wir prüfen derzeit einen Wechsel nach Amsterdam, um internationalen Besuchern die Anreise zu erleichtern, und erwägen zudem eine häufigere Durchführung der Messen. Weitere Ankündigungen folgen in Kürze.“
Vertikal Kommentar
Wenn man sich in der Branche so umhört, sind die Stimmen derer, die sich nur positiv über die APEX äußern, rar gesät. Zu wenig Besucher, altmodische Hallen, schlechte Wegführung, das sind nur einige Dinge, die häufiger genannt wurden. Bestätigt wurde diesmal immerhin ein Trend: mehr Besucher und Besucherinnen als beim letzten Mal, als es wirklich wenig waren. Da sind sich alle einig. Ist das Glas also halbvoll oder halbleer?
Umso erstaunlicher, dass die Veranstalter den Erfolg der APEX als so mächtig empfinden, dass sie gleich noch draufsatteln wollen, und zwar zweifach: größere Stadt (Amsterdam hat, je nach Betrachtung, zehn- bis zwanzigmal so viele Einwohner wie Maastricht) und kürzerer Rhythmus. Alle zwei Jahre? Oder sogar jedes Jahr?
Was für die deutsche Nationalmannschaft im Fußball leicht zu beantworten ist, fällt den Machern der APEX-Messe ungleich schwerer. War die Messe jetzt gut oder nicht? Gut genug besucht? War der Anteil internationaler Besucher hoch genug? Fakt ist: Mehrere parallel stattfindende Veranstaltungen (IRE, ERA, Fraueninitiative) sorgten für einen gewissen Zulauf.
Während viele Teilnehmer und Teilnehmerinnen, egal ob als Aussteller oder Besucher, uneins sind über die Frage, ob die Messe überhaupt eine Zukunft hat, treten die Organisatoren die Flucht nach vorne an. Vielleicht ist es auch nur ein Testballon, und man will sehen, wie die Branche auf diese Vorschläge reagiert. Vielleicht ist es auch eine Verzweiflungstat.
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