Mehrere Interessenten: Das Insolvenzverfahren von Wob-Sky hat mit der planmäßigen Eröffnung zum 1. Juli 2026 einen wichtigen Meilenstein erreicht. Das zuständige Amtsgericht Wolfsburg hat Tobias Hartwig von der bundesweit tätigen Kanzlei Schultze & Braun zum Insolvenzverwalter des Unternehmens bestellt.
Bereits kurz nach dem Start der Sanierung im Frühjahr 2026 haben Hartwig und seine Kollegin Kristin Winter mit der Suche nach einem Investor für Wob-Sky begonnen und dafür die Unternehmensberatung Deloitte beauftragt. „Wir stehen derzeit mit mehreren Interessenten für eine Übernahme in Kontakt, und unser Ziel ist, dass wir das Unternehmen und die Arbeitsplätze am Standort Wolfsburg erhalten. Angesichts des großen Interesses und der Tatsache, dass wir mit dem Verkaufs- und Vermietungsgeschäft inzwischen wieder Gewinne erwirtschaften, bin ich zuversichtlich, dass wir dieses Ziel erreichen“, sagt Tobias Hartwig.
Tobias Hartwig
Eine Fortführung der Geschäfte wäre durch den Einstieg eines Investors in das bestehende Unternehmen, aber auch durch die Integration in eine Firmengruppe möglich. Die Verhandlungen mit den Interessenten sollen über den Sommer abgeschlossen werden.
„In den Gesprächen zeigt sich, dass Wob-Sky mit der großen Auswahl an Maschinen und Gerätschaften und der Erfahrung und dem Knowhow der hochqualifizierten und engagierten Belegschaft punkten kann“, berichtet der Insolvenzverwalter.
Verkauf, Vermietungund auch das Schulungs- und Serviceangebot von Wob-Sky laufen unterdessen in vollem Umfang weiter. „Es freut uns sehr, dass uns unsere Kunden, die aus der Region rund um Wolfsburg, aus Niedersachsen und dem gesamten Bundesgebiet kommen, die Treue halten und uns mit ihren Aufträgen unterstützen. Das ist keine Selbstverständlichkeit, und dafür möchten meine Mitarbeitenden und ich uns herzlich bedanken“, sagen Oliver Barth, der Geschäftsführer von Wob-Sky und Tobias Hartwig. „Unser Dank gilt auch der Belegschaft, die mit ihrem Einsatz maßgeblich dazu beiträgt, dass wir wieder positiv in die Zukunft schauen können und es bei Wob-Sky wirtschaftlich wieder nach oben geht!“
Die 15 Mitarbeitenden wurden von den beiden bereits über den Stand der Dinge und die nächsten Schritte informiert. „Gemeinsam mit Tobias Hartwig und Kristin Winter tun wir alles dafür, dass es eine Zukunft für das Unternehmen gibt, das seit über zehn Jahren am Markt aktiv ist“, verspricht Oliver Barth.
Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Unternehmens waren unter anderem durch das herausfordernde Marktumfeld im Bau- und Immobilienbereich entstanden, das sich auch angesichts der steigenden Preise für Materialien und Rohstoffe stetig eingetrübt hatte.
„Die finanzielle Schieflage konnten wir mit den Optionen und Instrumenten des Insolvenz- und Sanierungsrechts beheben, sodass Wob-Sky nun auch unter Vollkosten wieder schwarze Zahlen schreibt“, sagt Hartwig. „Ein entscheidender Faktor war und ist der Einsatz von Geschäftsführer Oliver Barth. Durch seine Vorarbeit und seinen Fokus auf das gemeinsame Ziel – die Sanierung von Wob-Sky – konnten wir diese positive Entwicklung schaffen. Das verdient Dank und Respekt!“
Oliver Barth
Ende Juni ist der Insolvenzgeldzeitraum ausgelaufen. Das Unternehmen ist nun wieder so aufgestellt, dass die Löhne und Gehälter der Belegschaft wieder aus dem laufenden Geschäftsbetrieb erwirtschaftet werden können – ein weiterer Beleg für die positive Entwicklung.
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