Die Firma FSG (Fernsteuergeräte) Kurt Oelsch, Anbieter und Hersteller von Mess- und Sensortechnik, hat ihr neues Werk in Zernsdorf in Königs Wusterhausen in Betrieb genommen.
Der Neubau für die Leiterplattenbestückung liegt in Brandenburg, knapp 40 Kilometer südöstlich von Berlin. Damit baut FSG die Kapazitäten der eigenen Elektronikfertigung weiter aus. Der neue Fertigungsbereich hat eine Gesamtfläche von knapp 5.000 Quadratmetern. Seit Juni fertigen dort insgesamt 35 Mitarbeitende im Zwei-Schicht-Betrieb elektronische Komponenten, die anschließend in den Sensorik-Lösungen von FSG verbaut werden.
Die eigentliche Produktionsfläche beträgt 1.800 Quadratmeter im Erdgeschoss inklusive Lager. Sie ist damit in etwa dreimal so groß wie die bisherige Produktion von elektronischen Komponenten und Platinen im nahegelegenen Werk in Kablow, welche jetzt komplett nach Zernsdorf umgezogen ist. Im Obergeschoss sind weitere 750 Quadratmeter als Büroflächen eingerichtet. Auf der übrigen Fläche verteilen sich Zuwegungen, Grünanlagen sowie 66 Autostellplätze.
Mit dem Neubau für die Leiterplattenbestückung am Standort Zernsdorf bei Berlin hat FSG die Kapazitäten der eigenen Elektronikfertigung weiter ausgebaut (Bild: Fernsteuergeräte Kurt Oelsch GmbH)
Zwei Produktionslinien
In der neuen Fertigung bei FSG gibt es zwei Produktionslinien zur Verarbeitung von sogenannten Surface-Mounted Devices, kurz SMD, also von oberflächenmontierten Bauteilen, mit denen Leiterplatten bestückt werden. Die Linie 1 (Hersteller: Mimot) kann bei der Leiterplattenherstellung bis zu 8.000 Bauteile pro Stunde verarbeiten, die Linie 2 (Hersteller: ASMPT) sogar bis zu 24.000 einzelne Bauteile pro Stunde.
Im SMD-Bereich wurde darüber hinaus massiv in die präzise Fertigung der sensiblen Bauteile investiert, um eine fehlerfreie Funktion der Leiterplatten sicherzustellen. Die beiden SMD-Linien sind laut FSG in der Lage, sowohl große Serien effizient zu fertigen als auch kleine Losgrößen flexibel zu bearbeiten. Bei Bedarf können eine dritte SMD-Produktionslinie und weitere automatisierte Inspektionssysteme (AOI) im neuen Werk Platz finden.
Auch in die Lagerlogistik hat FSG viel investiert und vier sogenannte Kardex-Shuttle-Systeme mit einer Höhe von jeweils 6,15 Meter installiert. Das Resultat: Zugriffszeiten seien dadurch kürzer, Lagerprozesse spürbar optimiert.
Bei der Haustechnik setzt FSG auf zeitgemäße und zukunftsweisende Systeme wie Wärmepumpen, Wärmerückgewinnung und eine Photovoltaikanlage zur Erzeugung des eigenen Stroms. Die gesamte Halle wie auch alle Büros sind klimatisiert.
„Auf diese Weise erreichen wir eine nachhaltige Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit“, sagt Geschäftsführer Christian Schulz. „Das gibt uns eine stabile Basis für zukünftiges Wachstum und wird uns dabei helfen, den steigenden Anforderungen des Marktes erfolgreich zu begegnen.“
Die Unternehmensgruppe FSG entwickelt Potentiometer, Dreh- und Seilzuggeber, Neigungssensoren sowie Joysticks und viele weitere Komponenten für nahezu alle Industriebereiche. Hauptsitz des 1946 gegründeten Unternehmens ist Berlin, weitere Werke stehen in Zernsdorf und Kablow in Brandenburg und in Heppenheim in Hessen. FSG Fernsteuergeräte zählt ca. 500 Beschäftigte.
Kommentare