28.07.2026

Palfinger hadert mit dem Marktumfeld

Der österreichische Kran- und Arbeitsbühnenhersteller Palfinger hat im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz von 1.165,6 Millionen Euro erzielt (+2,3 Prozent).

Das EBIT liegt bei 84,1 Millionen Euro. Das Konzernergebnis beläuft sich auf 48 Millionen Euro. EBIT und Ergebnis sind damit rückläufig um 7 bzw. 4,2 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025.

Nun will der österreichische Konzern den Gürtel enger schnallen und hat ein entsprechendes Sparprogramm aufgelegt. Ab 2027 sollen so 25 Millionen Euro eingespart werden.

„Nach der positiven Entwicklung im ersten Quartal 2026 hat sich das Marktumfeld im zweiten Quartal deutlich volatiler entwickelt. Der Iran-Krieg führte zu einer Eintrübung des Marktumfelds in den Regionen Nordamerika, Mittlerer Osten und Asien-Pazifik und belastete die Nachfrageentwicklung stärker als erwartet. Dies wirkte sich auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung von Palfinger aus“, so das Unternehmen.

„Die Marktunsicherheit hat im zweiten Quartal 2026 spürbar zugenommen, und Investitionsentscheidungen in wichtigen Märkten verzögert. Gerade in diesem Umfeld setzen wir einen klaren Fokus auf die Umsetzung der Strategie 2030+, Effizienzsteigerungen wie zum Beispiel durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz sowie auf die langfristige Stärkung unserer Marktposition“, erläutert Andreas Klauser, CEO der Palfinger AG.

Der Konzern hat „ein gruppenweites strukturelles Effizienzprogramm“ gestartet. Man ziele damit ab auf eine Vereinfachung von Strukturen, eine Optimierung des globalen Produktions- und Beschaffungsnetzwerks sowie auf zusätzliche Produktivitätssteigerungen durch Automatisierung und den verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz, heißt es.

Die regionale Entwicklung im ersten Halbjahr 2026 war sehr unterschiedlich. In EMEA war die Nachfrage dem Unternehmen zufolge insgesamt robust. Nordamerika blieb stabil, allerdings auf niedrigem Niveau. In Südeuropa lief es prächtig, während Nordeuropa nur langsam vorankommt. Ein Problem dabei: „Positive Impulse aus dem deutschen Infrastrukturpaket blieben bislang jedoch aus.“

Das Marine-Geschäft, insbesondere die Bereiche Offshore-Wind und Kreuzfahrt, haben sich laut Palfinger gut entwickelt, während die Eskalation im Nahen Osten das maritimr Servicegeschäft massiv belastet habe.

Ausblick
Für das eschäftsjahr 2026 strebt der Konzern einen Umsatz sowie ein operatives Ergebnis über dem Vorjahresniveau an. „Durch die verzögerte wirtschaftliche Erholung der Kernmärkte USA und Deutschland verschiebt sich die Erreichung der für 2027 gesetzten Finanzziele (2,7 Milliarden Euro Umsatz, 10 Prozent EBIT-Marge und ROCE über 12 Prozent)“, teilt der Kranbauer mit. Die langfristigen finanziellen Ziele der Strategie 2030+ (3 Milliarden Euro Umsatz bis 2030, 12 Prozent EBIT und 15 Prozent ROCE) sollen unverändert bleiben.

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