04.09.2026

Nicht der Erste!

Der westfälische Aufzugs- und Kranhersteller Böcker hat darauf hingewiesen, dass die Behauptung von Geda vom Anfang dieser Woche, es handele sich um einen „Game Changer“, unzutreffend sei. Die Transportbühnen von Böcker seien bereits seit 2024 serienmäßig für diese Geschwindigkeiten TÜV-zertifiziert.

Das Unternehmen hebt hervor, dass die von Geda aufgestellte Behauptung irreführend sei, da derartige Geschwindigkeiten für Böcker-Kunden schon seit knapp zwei Jahren zum Standard gehörten. Zudem sei das Konzept weder neu auf dem Markt noch ein Alleinstellungsmerkmal eines einzelnen Herstellers. Siehe: Tierisch aufgewertet.

In einer Stellungnahme von Böcker heißt es: „Bereits im Jahr 2008 brachte Böcker eine Transportbühne auf den Markt, die bei der Personenbeförderung eine Geschwindigkeit von 24 Metern pro Minute erreichte. Um das erhebliche Einsparpotenzial höherer Geschwindigkeiten und größerer Beförderungskapazitäten nutzbar zu machen, unterzog Böcker seine Super-Lift-Transportbühnen vor zwei Jahren einer umfassenden, vollumfänglichen Baumusterprüfung. Seit dem 16. September 2024 sind alle MX- und LX-Transportbühnen vom TÜV SÜD zertifiziert und fahren im Personenbetrieb serienmäßig mit Geschwindigkeiten von 24 bis 40 Metern pro Minute. Je nach Ausführung kann abweichend von der EN 16719 auch eine höhere Personenzahl transportiert werden.

Damit bietet Böcker die als neu beworbene Leistungssteigerung bereits seit 2024 als Serienlösung an. Die jetzt als technologischer Vorsprung und Gamechanger beworbene Geschwindigkeit ist somit keine Marktneuheit. Auch die Behauptung, dieser Mitbewerber sei der erste und bislang einzige Hersteller mit einer TÜV-zertifizierten Serienlösung, ist vor diesem Hintergrund sachlich unzutreffend.

Böcker begrüßt, dass die Vorteile schneller Transportbühnen inzwischen auch von weiteren Marktteilnehmern erkannt werden. Dies bestätigt den von Böcker früh eingeschlagenen Weg und unterstützt die Weiterentwicklung leistungsfähiger, sicherer und wirtschaftlicher Transportlösungen für die Bauwirtschaft.“


Vertikal Kommentar

Böcker bringt ein interessantes und sehr berechtigtes Argument vor und weist darauf hin, dass die Einführung seiner schnelleren Transportbühnen vor mehr als zwei Jahren kaum für Aufsehen gesorgt hatte. Zudem stellt sich die Frage, ob nicht eine Überarbeitung der Norm EN 16719 angebracht wäre. Leider ist uns dieser Fakt seinerzeit entgangen. Andererseits hat Böcker ihn damals auch nicht an die große Glocke gehängt.

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