14.09.2026

Goldhofer geht in die Vollen

Das Warten hat sich gelohnt: 12 Jahre nach den letzten Innovation Days des Memminger Herstellers hat Goldhofer eine Neuauflage seines Kundentagformats auf die Beine und auf die Räder gestellt.
Das Firmengelände: komplett verwandelt

Aus der Hoffläche am Firmensitz haben Marketingchef Florian Bischofberger und sein Team ein Wahnsinnssetting gezaubert: riesige LED-Leinwand, Mini-Tribüne, Palettenmöbel sowie Getränke- und Essensstände. Getreu dem Eventmotto „schwer innovativ“.
LED-Riesenleinwand und Zuschauertribüne

Von einer kleinen Schmiede im Jahr 1705 hat sich das Allgäuer Unternehmen zum Premiumanbieter für Transportlösungen entwickelt. Heute heißt es selbstbewusst: „Wir wollen die weltweite Innovationskraft-Schmiede sein für passgenaue Schwerlast- und Flugzeugbewegungen.“ Die Flugzeugschlepper – der Atlas 3 feierte seine Weltpremiere – bilden das zweite Standbein neben der Transporttechnik. „Innovationsführerschaft und konsequente Ausrichtung auf unsere Kunden ist und bleibt die DNA von Goldhofer“, meinte CEO Matthias Ruppel.
Matthias Ruppel, CEO der Goldhofer AG
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Ausgestellt und vorgeführt und technisch erklärt wurde so einiges. So zum Beispiel der PST/SL-ES (285): Das stärkste Schwerlastmodul, dass bislang entwickelt wurde laut Goldhofer, hier in Kombination mit der neuen Windflügeltransportvorrichtung FTV 1150. Ebenfalls auf dem Präsentierteller: das auf der bauma 2025 vorgestellte E-PowerPack, der wirtschaftlich optimierte PST/ES-E (315), der neue Stepstar MPA, die FT-Serie sowie ein neuer Goldhofer THP/SL mit 45 Tonnen Achslast aus indischer Produktion für den asiatischen Markt.
Stepstar MPA

Heute steht häufig nicht mehr das Eigengewicht oder die Last im Vordergrund. Vielmehr geht es um hohe Lastschwerpunkte, Stabilität, Genehmigungsfähigkeit und Manövrierbarkeit gleichermaßen. Genau hier setzt der neue PST/SL-ES (285) an. Die wichtigste Neuerung: Er ermöglicht eine variable Spurbreite unter Last. Das heißt, man kann unterwegs, also im Einsatz entscheiden, welche Parameter man wählt – und nicht lange im Vorfeld.
FT-Serie

Bereits in der Grundbreite von 3.000 Millimetern weist das Fahrwerk eine Seitenstabilität auf, die eine 1+½ -Kombination übertreffen soll. Durch die Verbreiterung der Spur auf Knopfdruck erreicht der PST/SL-ES (285) eine ähnliche Seitenstabilität wie eine 5,3 Meter breite 1+1-Parallelkombination mit 2.430 Millimeter breiten Schwerlastmodulen, so der bayrische Hersteller. Damit kann das Fahrzeug sich schlank machen, wenn enge Passagen, Kurven oder Ortsdurchfahrten dies erfordern.
PST/SL-ES (285): Das stärkste Schwerlast-Modul, dass bislang entwickelt wurde - in Kombination mit der neuen FTV 1150

Robert Steinhauser, Vice President Sales Transport Technology nennt den PST/SL-ES (285) „das stärkste Schwerlast-Modul, dass bislang entwickelt wurde. Der PST/SL-ES (285) revolutioniert den Schwertransport.“ Die Kombination aus Flügeltransportvorrichtung FTV 1150 und PST/SL-ES bedeutet: weniger Ballast, weniger Achslinien im Einsatz und somit kürzere Konfigurationen. Dies eröffnet neue Routenmöglichkeiten und eine schnellere Projektabwicklung – ein entscheidender wirtschaftlicher Vorteil, wie Goldhofer betont.
Die Highlight-Show

Auch der neue Stepstar MPA mit Einzelradaufhängung als Erweiterung der nachlauf- und zwangsgelenkten Varianten sorgte für intensive Diskussionen am Donnerstag und Freitag in Memmingen. Die Gründe dafür liegen nicht in spektakulären Leistungswerten, sondern in einer Kombination von Eigenschaften, die im Alltag vieler Transporteure enorme Auswirkungen haben: extrem niedrige Fahrhöhe von 790 Millimetern dank Goldhofers Cargo PlusBereifung (mit goldener Flanke), bis zu 12 Tonnen Achslast, hohe Wendigkeit durch ± 60 Grad Lenkeinschlag und die bereits bekannte Optimierung von Eigengewicht und Nutzlast der Starline-Baureihe.
Das Orgateam

Das Essen wurde in der Halle 30 serviert, mit Livemusik

Hinzu kamen ein umfangreiches Programm mit Showeinlagen und Videoclips, feines Catering, flüssiges Kehlengold und internationales Flair.
Showprogramm

Das Firmengelände am Abend

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