15.06.2011

530 Tonnen verfahren

Zwei Terex Gittermast Raupenkrane – ein Terex CC 2800-1 und ein Terex CC 2500-1 – haben im Zuge des Umbaus der Autobahn S7 (Warschau-Danzig) einen historischen Bunker umgesetzt. Schauplatz des Tandemhubs war das polnische Dorf Witramowo.

Die Versetzung des 464 Tonnen schweren Betonbunkers war notwendig geworden, da die örtliche Denkmalschutzbehörde den Abbruch verweigerte. Mit der Ausführung beauftragt war das polnische Unternehmen Gastel Żurawie S.A. Ursprünglich Teil einer größeren militärischen Befestigungsanlage, gilt der Bunker als eines der am besten erhaltenen Bauwerke seiner Art in Polen.
Im Tandhub wurde der historische Bunker versetzt

„Diese einzigartige Aufgabe erforderte sorgfältige Planung und den Einsatz von Kranen mit höchsten Traglasten, die in der Lage sein mussten, den Bunker mit absoluter Präzision an seinem Bestimmungsort abzusetzen. Wir benötigten eine Lösung, die es uns ermöglichte, die gesamte Struktur in einem einzigen Ablauf zu heben, zu transportieren und zu drehen – ohne den ohnehin fragilen Zustand des Bunkers noch weiter zu beeinträchtigen“, erläutert Thomas Kwieciński, Vize Präsident von Gastel Żurawie S. A.
Zur besseren Lastenverteilung wurde der Bunker in einen Käfig "gesperrt"

Teil der Lösung war ein gigantischer Stahlkäfig, der den gesamten Baukörper umschloss und über ausreichend Festigkeit verfügte, um die Hubkräfte der beiden Krane ohne Verformung aufnehmen zu können. Nach zügiger Montage waren beide Krane innerhalb von drei Tagen in SSL-Konfiguration mit 42-Meter Hauptausleger einsatzbereit.

„Unser Kunde Sando Budownictwo Polska Sp. Z. o. o. folgte unserer Empfehlung zum Einsatz der beiden Raupenkrane. Daraus ergaben sich deutliche Vorteile: Die Kombination aus den enormen Tragfähigkeiten und hoher Manövrierfähigkeit gestattete es uns, in einem einzigen Vorgang die volle Last von 530 Tonnen anzuheben, über eine Strecke von etwa 70 Meter am Haken zu transportieren, und anschließend die Krane vorsichtig zu drehen, um den Bunker schließlich präzise in seine Endposition zu bringen. Jede andere Lösung hätte bedeutet, schwerere – und damit teurere – Krane einzusetzen, oder den Ablauf in separaten Schritten durchzuführen, was erheblich mehr Zeit in Anspruch genommen hätte“, erklärt Jacek Mogiłka, Leiter der Raupenkran-Abteilung bei Gastel Żurawie S. A.

Pünktlich um 8 Uhr früh des Einsatztages wurden die Doppelunterflaschen an den eigens konstruierten Stahlrahmen angeschlagen, um den Bunker bis auf etwa 1,50 Meter anzuheben. Für die weiteren Vorgänge – Transport und Drehen der Last bis zum endgültigen Absetzen – benötigten die beiden Krane rund vier Stunden.

Der Einsatz der Doppelhaken sorgte nicht nur für deutlich höhere Hubgeschwindigkeiten, sondern trug auch zur Reduzierung der Einscherzeiten bei. Darüber hinaus konnten kürzere Hubseile verwendet werden, wodurch sich das Gewicht der Maschinen insgesamt verringerte. Dank der besseren Lastverteilung im Vergleich zum Einhaken-Betrieb konnte die 530-Tonnen Last ohne Verdrehung der Hubseile transportiert und gedreht werden. Die beiden Krane schlossen den Tandemhub innerhalb von sechs Stunden erfolgreich ab.

„Die Auswahl der Raupenkrane Terex CC 2800-1 und CC 2500-1 für diesen einzigartigen Einsatz war genau die effiziente, kostengünstige Lösung, die unser Kunde benötigte. Folgerichtig waren wir in der Lage zu gewährleisten, dass der gesamte Ablauf reibungslos und nach Zeitplan abgeschlossen werden konnte. Die Bereitstellung einer zweiten Doppelunterflasche durch Terex Cranes in Zweibrücken war ein weiterer, willkommener Vorteil, der die volle Zufriedenheit unseres Kunden sicherte“, so Kwieciński.

In sicherer Entfernung von der Autobahn wartet nun eines der am besten erhaltenen Exemplare militärischer Befestigungsanlagen Polens auf seine Restaurierung. Diese – und die anschließende Öffnung für Besucher ist für die nächsten Monate vorgesehen. Die Kosten für eine Verlegung der Autobahntrasse wären höher gewesen als die Gesamtkosten für die Umsetzung des historischen Monuments.

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