02.07.2012

Sany verkleinert sich in Bedburg

Es sollte die größte Investition eines chinesischen Unternehmens in Deutschland werden. Es sollte die Europazentrale des chinesischen Baumaschinen-Riesen Sany werden. Es sollten einmal 600 Leute in Bedburg unweit von Köln arbeiten. Es sollten Betonpumpen, Betonmischer und auch Krane hier gefertigt werden. Es sollte mit den Produkten im Jahr 2015 eine Milliarde Euro umgesetzt werden.

Doch jetzt kommt alles anders.

Mit dem vor einem knappen halben Jahr bekannt gegebenen Zukauf von Putzmeister lässt der chinesische Konzern an dessen Standort im schwäbischen Aichtal produzieren. Der Standort Bedburg, in den bislang 35 Millionen Euro geflossen sind, wird da eigentlich nicht mehr gebraucht. Ob das ursprünglich geplante Investitionsvolumen von hundert Millionen Euro je realisiert wird, steht in den Sternen.

Zumindest lässt das Unternehmen verlautbaren, man wolle in jedem Fall am Standort Bedburg festhalten. Denkbar ist, dass dann eben andere Produkte aus dem riesigen Portfolio des Konzerns im Rheinischen produziert werden.
So sah das Areal beim Richtfest im Dezember 2009 aus

Von den rund 250 Mitarbeitern bei Sany Deutschland müssen sich einige nach neuen Stellen umsehen: Sie werden nicht mehr gebraucht. Ähnlich geht es einigen der etwa hundert chinesischen Angestellten, sie streben zurück in die Heimat. Auch He Dongdong, bislang Geschäftsführer von Sany Germany, hat dem Vernehmen nach einen neuen Job im Reich der Mitte übernommen.

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