09.03.2026

Klaas verspricht die „Nr. 1 unter den 7,5-Tonnern“

Der Kran- und Bühnenhersteller Klaas aus dem münsterländischen Ascheberg hat auf der Dach+Holz in Köln einen Kran vorgestellt, der sich besonders für Einsätze im privaten Wohnungsbau sowie im Industrie- und Gewerbebau eignet, den K775 E.

Der 7,5-Tonner verfügt über eine maximale Tragkraft von 2.000 Kilogramm und erreicht eine Hakenhöhe von 37,5 Metern. Damit sei er Spitzenreiter in dieser Fahrzeugklasse, so das Unternehmen.
Mit einer Hakenhöhe von 37,5 m ist der neue K775 E zurzeit der höchste Autokran in der 7,5-Tonnen-Klasse

Abgestützt wird mittels H-Abstützung mit einer maximalen Abstützbreite von 6,23 Meter. Die waagerechten Stützbalken aus Aluminium sind zweifach teleskopierbar. Eine große Überlappung soll für hohe Standfestigkeit und sichere Lastaufnahme sorgen. Die Stützzylinder lassen sich paarweise oder einzeln stufenlos positionieren, sodass der verfügbare Platz gut genutzt werden kann. Lasten bis 500 Kilogramm hievt der K775 E in eine Reichweite von 24 Metern, bei 250 Kilogramm sind es 32,50 Meter.

Auffällig ist der kurze Oberwagen, der vollständig innerhalb der Spiegelkontur des LKW dreht. Der geringe Durchschwenkradius verringert Behinderungen des seitlichen Straßenverkehrs und erleichtert Einsätze in beengten Innenstadtsituationen.
Die horizontalen Alu-Stützbalken sind zweifach teleskopierbar

Zudem ermöglicht eine City-Abstützung wie beim neuen Bühnenmodell Lutz einen besonders platzsparenden Aufbau: Hierbei werden die Ausschubbalken nur einseitig ausgefahren, während die gegenüberliegenden Stützen innerhalb der Spiegelkontur verbleiben. Trotz dieser kompakten Aufstellung werden zur breit abgestützten Seite die maximalen Ausladungswerte erreicht.

Wie von Klaas gewohnt besteht das Mastsystem komplett aus Aluminium. Die über 14 Meter lange Klappspitze ist zweifach hydraulisch teleskopierbar. Damit lassen sich die ersten beiden Elemente auf einer Länge zwischen 5,11 und 11,91 Meter über die Fernbedienung verfahren. Selbst unter Lasten bis 500 Kilogramm ist ein hydraulisches Ein- und Ausfahren möglich – wertvoll bei beengten Aufbausituationen.

Der K775 E setzt auf moderne 400-Volt-Akku-Technologie. Herzstück ist ein 22-kW-Energiespeicher, der im Dauerbetrieb eine Laufzeit von über zehn Stunden ermöglichen soll – das seien mehr als zwei intensive Arbeitstage ohne Zwischenladung, so Klaas.
Der kurze Oberwagen schwenkt vollständig innerhalb der Spiegelkontur des LKW

Ein leistungsstarker Elektromotor erlaubt den gleichzeitigen Betrieb mehrerer Kranfunktionen und sorgt für schnelle Arbeitszyklen. Die elektrische Hubwinde gewinnt beim Absenken Energie zurück. Geladen wird bequem über einen 230-Volt-Anschluss.

Wie bei nahezu allen Klaas-Kranen ist auch beim K775 E die Umrüstung zur vollwertigen Hubarbeitsbühne möglich, und das ganz ohne Werkzeug. Der Bühnenkorb lässt sich in beide Richtungen um jeweils 225 Grad drehen und ermöglicht so das Anfahren jeder Position innerhalb von 360 Grad. Ein klappbares Kopfstück erlaubt das Drehen des Korbs auch bei flachem Mastwinkel. In Verbindung mit den großen seitlichen Reichweiten des K775 E können so auch Gebäuderückseiten und schwer zugängliche Bereiche sicher aus dem Korb heraus erreicht werden, gut für Wartungsarbeiten an Dächern und Fassaden.

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