Premiere für „Lutz“: Seine neue 7,5-Tonnen-Hubarbeitsbühne hat der westfälische Hersteller Klaas am Freitag vor lauter Vermietspezialisten enthüllt.
Mit der Einführung des Theo25 hatte der Alukran- und Arbeitsbühnenhersteller Klaas vor rund zehn Jahren, im Jahr 2015, neue Akzente im Markt der Hubarbeitsbühnen gesetzt. Die 3,5-Tonnen-Bühne mit einer Arbeitshöhe von 25 Metern punktete mit intuitiver Bedienung und außergewöhnlich großen seitlichen Reichweiten.
Präsentation der neuen LKW-Bühne
Mit dem neuen „Lutz“ überträgt Klaas dieses Konzept nun in die 7,5-Tonnen-Klasse. Laut Klaas waren die Teilnehmer und Teilnehmerinnen „begeistert von der modernen Bühnentechnik wie auch von den außergewöhnlichen Leistungswerten“.
Was kann die Neuheit also? Sie erreicht eine maximale Arbeitshöhe von 32,5 Metern und erzielt mit seitlichen Reichweiten von 22 Metern (bei 300 Kilogramm Korblast) bzw. 26,50 Metern (bei 100 Kilogramm) Spitzenwerte in der 7,5-Tonnen-Kategorie. Die maximale Reichweite mit 100 Kilo Korblast liegt bei sehr satten 27,80 Meter.
Voilà: Lutz
In ebendiesem Segment einzigartig ist die zweifach teleskopierbare Klappspitze in Kombination mit einem drehbaren Arbeitskorb mit einer Traglast von 300 Kilogramm. Der Korb lässt sich in beide Richtungen um jeweils 225 Grad drehen, wodurch jede Position innerhalb eines 360-Grad-Arbeitsbereichs angefahren werden kann, so Klaas.
Ein zusätzlich klappbares Kopfstück ermöglicht das Drehen des Korbs selbst bei flachem Mastwinkel. Dadurch lassen sich selbst Gebäuderückseiten und schwer zugängliche Bereiche aus dem Korb heraus gut erreichen. Die vorderen Schwenktüren lassen sich komplett öffnen, sodass ein hindernisloses Arbeiten möglich sei. Zudem ist in den Mast eine Wasserführung integriert.
Up, over & back: Die Neuheit, aufgebaut und ausgefahren
Der Lutz erhielt einen kurzen (obendrein KTL-beschichteten) Oberwagen, der vollständig innerhalb der Spiegelkontur des LKW dreht. Der geringe Durchschwenkradius minimiert Verkehrsbehinderungen und erleichtert Einsätze in engen innerstädtischen Bereichen.
Für hohe seitliche Reichweiten sorgt die H-Abstützung mit einer maximalen Abstützbreite von 6,23 Metern. Die waagerechten Stützbalken sind zweifach teleskopierbar und bieten dank großer Überlappungen laut Klaas eine hohe Standfestigkeit. Die Stützzylinder lassen sich paarweise oder einzeln stufenlos positionieren. Dank der variablen Vierfachabstützung passt sich die Bühne flexibel an unterschiedliche Einsatzbedingungen an.
Praktisch für innerstädtische Einsätze: Die City-Abstützung ermöglicht einen besonders platzsparenden Aufbau, hierbei werden die Ausschubbalken nur einseitig ausgefahren, während die gegenüberliegenden Stützen innerhalb der Spiegelkontur des Fahrzeugs verbleiben. Trotz dieser kompakten Aufstellung werden zur breit abgestützten Seite hin die maximalen Ausladungswerte erreicht. Volle Reichweite also.
Dank der kompakten Abmessungen des Trägerfahrzeugs – in der Regel MAN TGL, möglich ist aber auch die Montage auf einen DAF – sei der Lutz zudem besonders wendig. Zum Fahren auf der Straße reicht die Fahrerlaubnis C1.
Kompakt abgestützt
Angetrieben wird Lutz durch modernste Akku-Technologie. Ein 22-kW-Energiespeicher ermöglicht im Dauerbetrieb Laufzeiten von über zehn Stunden – selbst bei intensiver Nutzung mit häufigen Drehbewegungen des Arbeitskorbs. Ein leistungsstarker Elektromotor gewährleistet zügige Arbeitsabläufe, während eine elektrische Hubwinde mit Energierückgewinnung beim Absenken der Last die Effizienz zusätzlich steigert. Das Laden erfolgt komfortabel über einen 230-Volt-Anschluss.
Beim Korbbedienstand setzt Klaas auf die bewährte Moba-Steuerung, die bereits im Theo25 verbaut ist. Der Hersteller hat diese speziell an die erweiterten Funktionen des Lutz angepasst. Ein großes Farbdisplay stellt alle wichtigen Betriebsdaten übersichtlich dar und ermöglicht die direkte Anwahl der Funktionen. Die Steuerung der Bühne erfolgt über drei Joysticks.
Eine integrierte Kunststoffhaube schützt den Bedienstand vor Witterungseinflüssen. Der Lutz erhält zusätzlich einen zweiten vollwertigen Steuerstand zur Notbedienung am Boden.
Wie alle Geräte aus dem Hause Klaas werden auch die meisten Bauteile des Lutz überwiegend im Werk Ascheberg gefertigt. Die hohe Fertigungstiefe steht laut Klaas „für maximale Kontrolle über Material, Verarbeitung und Funktionalität“.
Ein flächendeckendes Servicenetz aus zehn deutschlandweiten Niederlassungen sowie weiteren qualifizierten Servicepartnern steht zur Verfügung für Wartungs- und Reparaturleistungen.
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