28.09.2016

Demontage, Remontage

Erneut hat Teichmann Krane den Auftrag zum Umsetzen eines 25-Tonnen-Doppellenker-Wippdrehkrans der Bayernhafen-Gruppe erhalten; bereits zum dritten Mal. Aufgrund einer Umstrukturierung musste der 200 Tonnen schwere Kran per Schiff von Aschaffenburg nach Regensburg transportiert werden, um dort wieder in Betrieb genommen zu werden.

Durch beengte Platzverhältnisse im Hafen von Aschebersch – so die lokale Aussprache – war die Aktion kein leichtes Unterfangen. Parallel zu den Kranschienen befand sich zur Linken das Hafenbecken mit einem Abstand von zwei Metern und zur Rechten eine Wand mit lediglich einem Meter Abstand zur Kranschiene. So geriet die Demontage zur Maßarbeit.
Der Doppellenker-Wippdrehkran wird in Aschaffenburg verladen

Der Doppellenker-Wippdrehkran mit einer maximalen Traglast von 25 Tonnen und einer Spurweite von elf Metern wurde hauptsächlich für den Stückgutumschlag genutzt und sollte von seinem momentanen Standort Aschaffenburg per Schiff nach Regensburg transportiert werden.
Zuerst wurde der Portaldrehkran in Aschaffenburg mithilfe eines 500-Tonnen-Automobilkrans in seine groben Bauteile zerlegt und demontiert. Der Oberwagen mit einem Gewicht von 130 Tonnen wurde ebenfalls zerlegt und aufs Schiff verladen. Danach folgte das Portalfahrwerk mit einem Gesamtgewicht von 70 Tonnen. Einige verrostete Verbindungsbolzen konnten selbst mit 160 Tonnen Druck und Zug nicht gelockert werden, sodass sie mit einer Sauerstofflanze herausgeschossen werden mussten.
In Regensburg startet die Remontage des Krans

Bei der Verladung aufs Schiff bestand die logistische Herausforderung darin, die maximale Bauteilhöhe des Schiffes einzuhalten, die aufgrund von Schleusendurchfahrten auf maximal sieben Meter begrenzt war. Da der Kran eine Bauhöhe von 35 Metern hatte, musste er in seine groben Bauteile zerlegt werden, um einen Transport per Schiff zu ermöglichen. Dieser dauerte fünf Tage.

Im Regensburger Hafen wurden alle Teile des Krans mit Schmidbauer-Kranen entladen, entrostet und mit einem Korrosionsschutz versehen. Außerdem wurde die Spannungsversorgung von 400 Volt auf 20 Kilovolt umgebaut und das Einziehwerk mit Spindelantrieb überholt. Desweiteren wurden die Feststütze und die Pendelstütze aufgrund unterschiedlicher Schienenlage am neuen Einsatzort verlängert. Nun stand einer erneuten Montage nichts mehr im Wege. Darauf folgte die komplette Inbetriebnahme mit Sachverständigenabnahme.
Und nun erstrahlt der Portaldrehkran in neuem Glanz

Die Bayernhafen-Gruppe betreibt Binnenhäfen in Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth, Regensburg und Passau. Bereits zweimal zuvor – 2006 und 2014 – durfte die Firma Teichmann Krane aus Essen für den Hafenbetreiber eine Kranumsetzung realisieren.

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