17.01.2020

Boels bessert nach

Kirsche obenauf: Der niederländische Vermietkonzern Boels hat den Wert seines Übernahmeangebots für den finnischen Vermieter Cramo nachgebessert und den Angebotspreis pro Aktie von 13,25 Euro auf 13,75 Euro erhöht, was einem Plus von knapp vier Prozent entspricht.

Der Schritt folgt auf die Ankündigung von letzter Woche, dass zum Stichtag 9. Januar nur 80 Prozent der Aktien das Angebot zusammengekommen sind (siehe Boels verlängert Angebot für Cramo, weshalb die Angebotsfrist bis zum Ende des Monats verlängert wurde.

Das neue Angebot stellt eine Prämie von gut 36 Prozent gegenüber dem Schlusskurs der Cramo-Aktien am 4. November dar, dem Tag, als das Übernahmeangebot publik wurde. Boels sagt, dass das neue Angebot endgültig sei und dass es nicht weiter erhöht werde.

Dazu der Vorstandsvorsitzende Pierre Boels: „Wir sind weiterhin fest von der strategischen Verbindung von Boels und Cramo überzeugt, und die Unterstützung des Angebots durch eine große Mehrheit der Cramo-Aktionäre unterstreicht dies. Während wir glauben, dass unser ursprünglich empfohlenes Angebot bereits ein ausgezeichnetes Geschäft für die Cramo-Aktionäre war, stellt unser erhöhtes und endgültiges Angebot eine weitere Aufwärtsentwicklung für die Cramo-Aktionäre dar, und wir freuen uns darauf, das Angebot auf dieser Grundlage abzuschließen. Denjenigen Aktionären, die das Angebot noch nicht angenommen haben und dies gerne tun würden, möchten wir dringend nahelegen, dies unverzüglich zu tun.“

Der Deal bleibt davon abhängig, dass bis Ende Januar mindestens 90 Prozent der Aktien von Cramo angedient werden.


Vertikal Kommentar

Boels beharrt typischerweise auf der 90-Prozent-Schwelle, um für die restlichen 10 Prozent eine Enteignung zu ermöglichen. Es sieht so aus, als ob sich die Inhaber der restlichen 20 Prozent der Aktien – Stand diese Woche – als resistent gegenüber der Offerte erweisen, daher das verbesserte Angebot in dieser Phase des Prozesses.

Wird es reichen, um den Deal einzutüten? Das bleibt abzuwarten. Aber es ist interessant, dass Boels die Tatsache hervorgehoben hat, dass im Falle eines Sinneswandels und des Verzichts auf die 90-Prozent-Schwelle und des Kaufs der bereits angedienten rund 80 Prozent der Aktien die Minderheitsaktionäre eine deutliche Verringerung des Wertes ihrer Beteiligung feststellen könnten, da die Liquidität einer „Rumpf-Holding“ in einem praktisch privaten Unternehmen verringert wird.

Wir tippen, dass die 90-Prozent-Akzeptanzschwelle noch vor dem Stichtag erreicht wird. Aber was wissen wir denn schon?

Kommentare

Diese Website verwendet Cookies, um ein optimales Benutzererlebnis zu gewährleisten. Mit dem Besuch dieser Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen
OK