18.08.2020

Wenn 40 Tonnen wandern sollen

Eine über 40 Tonnen schwere, rund 1.400 Quadratmeter große Zelthalle galt es, binnen weniger Stunden rund 100 Meter weit zu versetzen – am Stück.
Etappenweise: Um etwa 13 Meter versetzte das Team von Prangl bei jedem der acht Hübe das 65 Meter lange Hallenzelt.

„Wir haben ja schon öfters Hallen versetzt, aber bisher immer nur um ein paar Meter,“ berichtet Oliver Thum, Projektleiter und Kranexperte im technischen Außendienst bei Prangl, „aber noch nie haben wir dabei eine solche Distanz zurücklegen müssen.“

Dieses Mal musste die große Zelthalle eines holzverarbeitenden Betriebs in Silz in Tirol um etwa 100 Meter verlegt und dabei gleichzeitig neu ausgerichtet werden. Ziemlich eng war es für die Krane vor allem zu Beginn der Aktion, da zwei der Liebherr-Geräte in einer schmalen Gasse neben dem Zelt arbeiten mussten. Deswegen setzte Thum dort mit einem LTM 1160-5.2 und einem LTM 1090-4.2 – beide mit Variobase und Varioballast ausgestattet – zwei der neuesten Geräte aus der Kranflotte von Prangl ein.
Dicht an dicht: wenig Platz gab's für die drei Fahrzeugkrane beim gemeinsamen Anpacken – vorne im Bild ein Liebherr LTM 1200-5.1

„Wegen der Enge brauchen wir hier die variable Abstützung und auch den kleinsten Ballastradius während des Schwenkvorgangs“, so Thum. Insgesamt acht Hübe waren erforderlich, bei denen die große Lagerhalle jeweils um annähernd 13 Meter versetzt und in leicht geänderter Ausrichtung abgestellt wurde. Oliver Thum dirigierte dabei seine drei Kranfahrer, die behutsam und in Teamwork jeden einzelnen Hub meisterten.
Die Krane waren allesamt mit variabler Abstützung ausgestattet

Am Nachmittag schließlich war der Job ausgeführt und das Hallenzelt an seinem neuen Standort positioniert. Alternativ zum Kraneinsatz war auch der Ab- und Aufbau der Halle erwogen worden. Jedoch allein die dafür erforderliche Dauer von rund einem Monat Arbeitszeit für drei bis vier Monteure gab den Ausschlag für den flotten Umzug per Kranhaken.
Oliver Thum (3.v.l.) mit „seinen“ Kollegen, den Kranfahrern Alexander Besold, Erich Aldrian und Roland Kaltschmid (v.l.)
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