12.05.2021

Gewinnsprung für Wacker Neuson

Der Teleskopladerhersteller Wacker Neuson hat seine Ergebnisse für das erste Quartal veröffentlicht: Sie zeigen einen höheren Umsatz und eine noch stärkere Verbesserung der Profitabilität.

Der Gesamtumsatz stieg im ersten Quartal auf 434 Millionen Euro und lag damit um sechs Prozent über dem Wert des Vorjahresquartals. Das Wachstum kam aus dem Bereich Compact Equipment – zu dem auch die Teleskoplader gehören –, wo der Umsatz um sechs Prozent auf 241,6 Millionen Euro gestiegen ist, und aus dem Bereich Dienstleistungen, der um 10 Prozent auf 99,4 Millionen Euro zugelegt hat. Der Umsatz mit Baugeräten ging um ein Prozent auf 94,9 Millionen Euro zurück.

Geografisch betrachtet ging der Umsatz in Europa um sieben Prozent auf 349,2 Millionen Euro nach oben, vor allem aufgrund höherer Umsätze im deutschsprachigen Raum, in Osteuropa, Großbritannien und Benelux. Der Umsatz in Amerika verringerte sich um 11 Prozent auf 68,3 Millionen Euro, während sich der Umsatz in Asien-Pazifik auf 16,5 Millionen Euro mehr als verdoppelte.

Der Gewinn vor Steuern war mit 43,6 Millionen Euro mehr als 2,5 Mal so hoch wie im Vorjahr, dank eines günstigen Produktmixes, niedrigerer Vertriebskosten und geringerer Zinskosten. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von 1,7 bis 1,8 Milliarden Euro; also nicht ganz auf dem Niveau von 2019, aber auf dem Weg dahin.

Interimschef Kurt Helletzgruber sagt: „Das erste Quartal war für uns ein äußerst gelungener Jahresauftakt. Wir sind zurück im Wachstumsmodus – und das bei deutlich gesteigerter Profitabilität. Mit dem erfreulichen Ergebnis der ersten drei Monate haben wir eine hervorragende Basis, um unsere Jahresziele zu erreichen. Dazu entwickelt sich die Nachfrage nach unseren Produkten weiterhin dynamisch.“

Dennoch trüben mehrere Faktoren das gute Bild, so Helletzgruber: „Die Lieferketten bleiben derzeit unsere größte Sorge. Die Nachfrage aus dem Markt ist hoch, und Sonderthemen wie Beschränkungen durch die Pandemie oder die Blockade des Suezkanals führen immer wieder zu Engpässen. Wir müssen unsere Produktion derzeit äußerst flexibel fahren, um keinen Produktionsslot zu verlieren.“ Dazu sieht sich der Konzern gestiegenen Preisen für Rohstoffe, Komponenten und Transporte ausgesetzt.


Vertikal Kommentar

Das ist ein außergewöhnlicher Jahresauftakt für Wacker Neuson und sollte den beiden neuen Führungskräften einen erstklassigen Start ermöglichen, wenn sie Ende des Monats an Bord kommen.

Das Unternehmen hat noch viel zu tun, um seinen Umsatz weltweit zu steigern und sollte 2022 die 2-Milliarden-Euro-Marke knacken.

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