14.06.2021

Tödlicher Kranunfall in Göttingen

Im Göttinger Stadtteil Esebeck hat sich am Samstagnachmittag ein tödlicher Kranunfall ereignet. Auf der Baustelle eines Mehrfamilienhauses ist ein Mann ums Leben gekommen, während ein 40-jähriger Kollege schwerst verletzt wurde. Noch ist die Identität des Toten unklar. Der Schwerverletzte wurde in die Göttinger Uniklinik eingeliefert und notoperiert. Er ist derzeit nicht vernehmungsfähig. Experten des Gewerbeaufsichtsamtes und der Berufsgenossenschaft erschienen noch am Samstag am Unfallort.

Der 42 Jahre alte Kranführer erlitt einen Schock. Ihm wird vorgeworfen, er habe womöglich eine zu hohe Last mit dem Kran bewegt, sodass der Kran umkippte, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montag dem NDR in Niedersachsen sagte. Dem Kranführer wird fahrlässige Tötung vorgeworfen.

Ersten Erkenntnissen zufolge kippte der Baustellenkran während Ladetätigkeiten aus noch ungeklärter Ursache plötzlich um. Er fiel auf das Obergeschoss des Rohbaus und begrub den einen Bauarbeiter unter sich. Dieser starb unter den Trümmern, er war vermutlich sofort tot. Sein Kollege wurde eingeklemmt und schwerstverletzt, wie die Polizei meldet.

Für die weiteren Ermittlungen wurde die Baustelle beschlagnahmt. Wegen des auf der Straße liegenden, umgestürzten Krans bleibt die Ortsdurchfahrt Esebeck weiter gesperrt. Eine Umleitung ist eingerichtet. Am Unglückort war eine Vielzahl an Rettungskräften im Einsatz.

Einen Beitrag des NDR finden Sie hier.

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