15.09.2021

Liebherr plant weitere Erweiterung

Großflächige Erweiterung: Liebherr will sich am Standort Ehingen deutlich vergrößern. Grund dafür sei die weiter steigende Nachfrage nach Mobil- und Raupenkranen, so der Konzern. Derzeit befinde man sich mit der Stadt Ehingen und dem Alb-Donau-Kreis in engem Austausch, heißt es.

Kein Ende in Sicht: Liebherr Ehingen verfügt heute über ein Werksgelände von fast einer Million Quadratmeter, dennoch ist dies nicht ausreichend für den Marktführer im Bereich der Fahrzeugkrane. Mit seinen aktuellen Kapazitäten kann Liebherr in Ehingen rund 2.000 Mobil- und Raupenkrane pro Jahr fertigen. Bis ins Jahr 2030 will der Hersteller die Produktionskapazität deutlich ausbauen.

Weil selbst kleinere Erhöhungen der Produktionsmengen mit den bestehenden Anlagen und Gebäuden kaum möglich seien, komme man um eine Werkserweiterung nicht herum. Liebherr hat sich aufgrund der begrenzten Platzverhältnisse um das Stammwerk herum für ein Angebot der Stadt Ehingen im Gewerbegebiet Ehingen/Berg entschieden. Für das neue Werksgelände im Gewerbegebiet Berg sind mehrere hunderttausend Quadratmeter Fläche rund um die neue Reparaturniederlassung Süd vorgesehen.
Derzeit wird bereits die Reparaturniederlassung Süd in Ehingen/Berg gebaut und 2022 in Betrieb gehen

Als weitere Gründe für den zusätzlichen Platzbedarf führt Liebherr die Klimawende an, namentlich das Pariser Klimaschutzabkommen, das Klimaschutzprogramm der Europäischen Union und die nationalen Klimaziele, die allesamt Investitionen in die Energiewende nach sich ziehen.

Baumaschinen und Kranen komme hierbei eine zentrale Rolle zu. So sind etwa Mobil- und Raupenkrane nötig, um On- und Offshore-Windkraftanlagen, Photovoltaik-Anlagen oder Stromtrassen zu installieren. „Onshore-Windräder haben heute bemerkenswerte Nabenhöhen. Da müssen Maschinenhäuser und Rotoren mit über 100 Tonnen Gewicht auf 180 Meter gehoben werden. Dafür werden Großkrane benötigt, also Raupenkrane und Mobilkrane mit Tragkräften von 1.000 Tonnen und mehr“, erklärt Christoph Kleiner, Geschäftsführer Vertrieb bei Liebherr Ehingen. Auch dass viele Staaten gigantische Infrastrukturprogramme aufgelegt haben, erhöhe die Nachfrage nach Kranen aus Ehingen ebenfalls.

„Mittelfristig wollen wir unsere Produktionskapazität deutlich steigern. Dabei ist für uns ist klar: Die grüne Fabrik muss Realität werden. Der Standort Berg soll neben grünem Strom komplett mit erneuerbaren Energieträgern versorgt werden. Unter anderem achten wir auf viele Grünflächen“, so Ulrich Heusel, Geschäftsführer Produktion. Der Werksverkehr soll mit elektrischem Antrieb erfolgen. Wo das nicht möglich ist, setzt man auf HVO, einen regenerativen Diesel-Ersatz.
Das heutige Werksgelände von Liebherr in Ehingen

Der Ausbau soll Schritt für Schritt erfolgen. Auch neue Arbeitsplätze sind geplant. In den kommenden Wochen sollen die Planungen zwischen Liebherr, der Stadt, dem Kreis sowie weiteren Behörden und Verbänden konkretisiert und abgestimmt werden.

Kommentare

Raffy
The reason is clear, they want to compete with XCMG and Zoomlion in "who have the biggest crane factory in the world". This is just a matter of human ego.

23.09.2021

Construction_Influencer
Sehr positives Beispiel von einem Industrie-Riesen wo Profit nicht im Vordergrund steht - man könnte auch nach Tschechien oder sonst wo in den Osten gehen, nein! Liebherr steht für Qualität und Menschlichkeit und setzt auf den Standort in Süddeutschland!

21.09.2021
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