30.01.2026
Das Beste kommt zum Schluss
Starker Schlusspurt: Der französische Hersteller von Teleskopladern und Hubarbeitsbühnen
Manitou hat seine Umsatzzahlen für das Gesamtjahr 2025 veröffentlicht. Diese zeigen einen deutlichen Aufschwung, wobei das vierte Quartal das beste des Jahres war. Die vollständigen Finanzergebnisse werden in etwa zwei Monaten folgen.
Gesamtjahr 2025
Umsatz nach Geschäftsbereichen
Neugeräteumsatz 2,14 Milliarden Euro, -4,6 %
Ersatzteile & Service 420 Millionen Euro, +2,8 %
Gesamtumsatz 2,56 Milliarden Euro, -3,5 %
Der
Auftragseingang hat sich im Laufe des Jahres mehr als verdoppelt und liegt nun bei 2,18 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand zum Jahresende liegt damit vier Prozent höher bei gut 1,12 Milliarden Euro.
Umsatz nach Region
Südeuropa 926 Millionen Euro, -1,6 %
Nordeuropa 876 Millionen Euro, -2 %
Amerika 504 Millionen Euro, -10,7 %
Asien-Pazifik & Naher Osten/Afrika 257 Millionen Euro, +0,4 %
Gesamtumsatz 2,56 Milliarden Euro, -3,5 %
4. Quartal 2025
Umsatz nach Geschäftsbereich
Neugeräteumsatz 615 Millionen Euro, +10,8 %
Ersatzteile & Service 107 Millionen Euro, +5,6 %
Gesamtumsatz 721 Millionen Euro, +10 %
Umsatz nach Region
Südeuropa 276 Millionen Euro, +16,5 %
Nordeuropa 256 Millionen Euro, +32,4 %
Amerika 123 Millionen Euro, -20,4 %
Asien-Pazifik & Naher Osten/Afrika 66 Millionen Euro, -6,9 %
Gesamtumsatz 721 Millionen Euro, +10 %
Der Auftragseingang stieg im Quartal um 36,5 Prozent auf 726 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahresquartal.
CEO
Michel Denis sagt: „Im vierten Quartal erreichte der Konzernumsatz 721 Millionen Euro, ein Plus von 10 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2024. Dies ist das stärkste Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Diese positive Entwicklung ist vor allem auf die Region Europa zurückzuführen und unterstreicht die Leistung unserer Industrie- und Vertriebsteams. Im Gegensatz dazu leidet Nordamerika weiterhin unter erhöhten Zöllen, einem unsicheren wirtschaftlichen Umfeld und ungünstigen Wechselkurseffekten.“
Er fährt fort: „Im gleichen Zeitraum verlief die Geschäftstätigkeit weiterhin sehr positiv. Der Auftragseingang erreichte 726 Millionen Euro – ein Niveau, das seit 2022 nicht mehr verzeichnet wurde. Dieses Wachstum verteilt sich auf alle unsere geografischen Regionen, insbesondere auf Europa und die Zusammenarbeit mit großen Vermietungsunternehmen. Unser Auftragsbestand ist stabil und deckt rund sechs Monate ab – ein Zeitraum, der optimal auf die Bedürfnisse unserer Kunden abgestimmt ist und die Stärke der Konzernfundamentaldaten bestätigt.“
Denis weiter: „Der Umsatz für das Gesamtjahr 2025 belief sich auf 2,56 Milliarden Euro, was einem geringen jährlichen Rückgang von 3,5 Prozent entspricht. In einem global rückläufigen Marktumfeld beweist der Konzern seine Widerstandsfähigkeit und stärkt seine Positionen durch einen ausgebauten Marktanteil in allen Regionen. Angesichts der Herausforderungen im Zollbereich setzt der Konzern aktiv Gegenmaßnahmen um. Die starke Performance im vierten Quartal 2025 ermöglicht es uns, ein wiederkehrendes operatives Ergebnis von 5,5 Prozent des Umsatzes zu prognostizieren, eine Verbesserung gegenüber der vorherigen Prognose (5,3 Prozent).
Wir setzen weiterhin voll und ganz auf die Transformation des Konzerns durch die Umsetzung der neuen strategischen Roadmap
LIFT 2026-2030. Wir wollen unsere Wachstumsdynamik durch die Nutzung unserer Innovationskraft, der Komplementarität unseres Produkt- und Dienstleistungsangebots und des Engagements unserer Teams weltweit konsolidieren. Diese Strategie wird durch eine neue operative Struktur unterstützt, die in drei geografische Zonen gegliedert ist und von globalen und Konzernfunktionen sowie einer neuen Organisation unseres Vorstands getragen wird.“
Er schließt: „Durch die Nutzung unserer starken Auftragslage und der Dynamik unserer neuen Unternehmensführung erwarten wir, vorbehaltlich eines stabilen makroökonomischen und geopolitischen Umfelds, ein Umsatzwachstum von rund 4 Prozent gegenüber 2025. Diese positive Entwicklung wird primär durch höhere Absatzmengen in Europa und eine Anpassung unserer Preislisten in Nordamerika getragen, um die Auswirkungen erhöhter Zölle teilweise auszugleichen.“
Vertikal Kommentar
Angesichts der starken Umsatzeinbußen in den USA ist dies ein sehr gutes Ergebnis für Manitou. Und das, obwohl das Unternehmen dank der Übernahme von Gehl im Jahr 2008 und der jüngsten Erweiterung seiner beiden Werke in South Dakota, die 2023 und 2024 in Betrieb gingen, einen beträchtlichen Teil seiner Ausrüstung in den USA fertigt. Der Trend ist zwar sehr positiv, der Auftragsbestand liegt jedoch noch deutlich unter dem von 2023. Dies ist allerdings teilweise auf die langen Lieferzeiten infolge der Corona-Pandemie und die daraus resultierenden Probleme in der Lieferkette zurückzuführen.
Hoffentlich setzt sich der positive Trend in den nächsten zwölf Monaten fort.
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