05.02.2026

Wolff auf schmalem Grat

Auch ein Kran wandelt mal auf schmalem Grat. Für die grundlegende Sanierung des historischen Staudamms Barrage de Lavalette im Département Haute-Loire im Südosten Frankreichs setzt das vom Bauunternehmen Legendre Génie Civil geleitete Baukonsortium auf eine maßgeschneiderte Lösung von Wolffkran. Ein Wolff 7534.16 Clear auf einem Cityportal ist bereits seit März 2025 im Einsatz und spielt unter sehr beengten Platzverhältnissen bei dem anspruchsvollen Infrastrukturprojekt eine Schlüsselrolle.

Die Bauarbeiten am Staudamm umfassen den vollständigen Austausch von drei Hochwasserklappen aus den 1950er-Jahren sowie die Modernisierung einer vierten Klappe aus den 1990er-Jahren. Alle vier sind nach jahrzehntelangem Betrieb stark verschlissen. Der WOLFF 7534.16 Clear mit einer Hakenhöhe von 20,4 Metern, einer Auslegerlänge von 40 Metern und einer Tragfähigkeit von 16 Tonnen übernimmt den Einbau von Provisorien und das Aus- und Einheben der alten wie auch der neuen Klappen.
Der Wolff 7534.16 Clear mit einer Hakenhöhe von 20,4 Metern, einer Auslegerlänge von 40 Metern und einer Tragfähigkeit von 16 Tonnen übernimmt den Austausch der Hochwasserklappen am Staudamm Barrage de Lavalette (Foto: © Lionel Ciochetto)

„Die Dammkrone ist lediglich 6,70 Meter breit, was die Montage des Krans und die Logistik der Anlieferung für unser Team zu einer anspruchsvollen Aufgabe machte“, erläutert Cécile Caron. „Windböen von über 45 km/h erschwerten den Aufbau zusätzlich und verlängerten die Montagezeit von den geplanten zwei Tagen auf rund 3,5 Tage,“ so die Vertriebsleiterin bei Wolffkran.

Da über den Damm eine Straße führt, die nicht über die gesamte Bauzeit gesperrt werden kann, wurde der Kran auf einem Wolff-Cityportal 520 (mit 5,20 Meter Seitenlänge) montiert. So kann der Verkehr unter dem Portal hindurchfließen. Dazu mussten zunächst 12 Meter lange Verteilträger mit einem Mobilkran installiert werden, die die Last des Krans auf der Dammkrone verteilen. In einem zweiten Schritt errichtete ein weiterer 90-Tonnen Mobilkran das Cityportal und den spitzenlosen Obendreher. Trotz des Cityportals wird die Straße werktags täglich zwischen 9 und 14 Uhr gesperrt, da der Kran die befahrene Straße aus Sicherheitsgründen nicht mit Last überschwenken darf. Alle Hebearbeiten müssen demnach in diesem kleinen Zeitfenster durchgeführt werden.
Durch das Portal ist die Straße auch weiterhin befahrbar und muss nur für einige Stunden am Tag gesperrt werden (Foto: © Lionel Ciochetto)

Besonders schwierig war es, allein das Gegengewicht einer der Hochwasserklappen auszubauen: Der rund 51 Tonnen schwere Betonblock konnte nicht im Ganzen bewegt werden und wurde deshalb vor Ort zerteilt. Die einzelnen Segmente, bis zu 16 Tonnen schwer, wurden anschließend mit dem Wolff-Kran abtransportiert.
Foto: © Lionel Ciochetto

„Wolffkran war der einzige Anbieter, der unter den gegebenen Einschränkungen eine Komplettlösung aus Kran, Portalkonstruktion, Montage und Service anbieten konnte“, erklärt François-Xavier Béthuel, Leiter des Bereichs Krane bei Legendre Matériel. „Das Wolffkran-Team war bereits in der Planungsphase eng in die Baustellenkonzeption eingebunden und ist auch während der rund 24-monatigen Bauzeit für Betrieb, Service und Wartung verantwortlich, sodass wir alles aus einer Hand bekommen.“ Der Kran wird voraussichtlich noch bis März 2027 auf dem Lavalette-Staudamm ranklotzen.
Manchmal kommt ein Kran auch mit wenig Platz zurecht (Foto: © Lionel Ciochetto)

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