10.02.2026

Starker Schlussspurt

Manitowoc Cranes hat die Ergebnisse für das Gesamtjahr und das vierte Quartal 2025 veröffentlicht. Diese zeigen eine deutliche, wenn auch moderate Verbesserung gegenüber 2024 und einen starken Jahresendspurt.

Gesamtjahr
Der Gesamtumsatz stieg in den zwölf Monaten um fast drei Prozent auf 2,24 Milliarden US-Dollar, während der Vorsteuergewinn um sechs Prozent auf 12,4 Millionen Dollar zulegte.

Die Umsätze aus Service, Ersatzteilen und Vertrieb etc. – also aus dem Verkauf von nicht neuen Maschinen – stiegen um 9,8 Prozent auf 690,5 Millionen Dollar.

Der Auftragsbestand lag Ende Dezember bei 793,5 Millionen Dollar und damit 22 Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Dies ist auf einen starken Anstieg zum Jahresende zurückzuführen.

4. Quartal
Der Umsatz im vierten Quartal stieg um 13,6 Prozent auf 677,1 Millionen Dollar, während der Vorsteuergewinn um 32 Prozent auf 12,4 Millionen Dollar kletterte – ja, gleich hoch wie der Gewinn vor Steuern fürs Jahr. Dies ist offenbar auf Jahresendbereinigungen zurückzuführen, die den Wert für die letzten zwölf Monate von 15,5 Millionen Dollar reduzierten.

Der Auftragseingang schnellte im Quartal um 55,8 Prozent auf 803 Millionen Dollar in die Höhe, quasi durch die Decke.

Ausblick 2026
Das Unternehmen prognostiziert für das Gesamtjahr 2026 eine moderate Umsatzsteigerung auf ein Niveau um das diesjährige Level oder anders gesagr einem Wert von rund 2,25 bis 2,35 Milliarden Dollar.

CEO Aaron Ravenscroft sagt: „Ich bin sehr stolz auf den starken Abschluss des herausfordernden Jahres durch unser Team. Wir beendeten das vierte Quartal mit einem Auftragseingang von über 800 Millionen Dollar, einem bereinigten EBITDA von 40 Millionen Dollar und einem freien Cashflow von 78 Millionen Dollar. Darüber hinaus setzten wir unsere Strategie „Cranes+50“ erfolgreich um und erzielten zum Jahresende einen Umsatz von über 690 Millionen Dollar mit dem Verkauf nicht neuer Maschinen.“

Weiter sagt er: „Mit Blick auf 2026 erwarten wir zwar weiterhin eine ähnliche Entwicklung auf dem US-Markt, doch unser Optimismus in Europa wächst stetig. Wir sind mit einem Auftragsbestand von 794 Millionen Dollar in das Jahr 2026 gestartet, ein Plus von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Darüber hinaus haben wir im Januar einen Restrukturierungsplan zur Verschlankung unserer Organisation umgesetzt, der uns voraussichtlich Einsparungen von rund 10 Millionen Dollar bringen wird. Wir setzen unsere Strategie konsequent um und planen die Eröffnung neuer Standorte in Chile, Mexiko, Frankreich und Portugal. Ich bin zuversichtlich, dass unsere laufende Lean-Transformation und die konsequente Ausrichtung auf unsere Cranes+50-Strategie die Position von Manitowoc im Kranmarkt weiter stärken.“

Das Unternehmen wird heute im Laufe des Tages seine Telefonkonferenz und die Präsentation der Quartalsergebnisse abhalten. Sollten uns weitere Informationen vorliegen, werden wir diesen Beitrag entsprechend aktualisieren.


Vertikal Kommentar

Manitowoc erzielt weiterhin Fortschritte, wobei die tatsächlichen Verbesserungen in einigen Geschäftsbereichen – trotz des nach wie vor herausfordernden Marktumfelds – größer sind, als es die Ergebnisse vermuten lassen. Das Unternehmen kündigt für die Conexpo im nächsten Monat einige innovative Produkteinführungen im Premiumsegment an. Sollte es die Innovationskraft der jüngsten All-Terrain-Modelle beibehalten können, dürfte dies 2027 einen deutlichen Wachstumsschub bewirken und möglicherweise auch neue Kunden dazu anregen, sich die zuvor vorgestellten Produkte anzusehen und zuzulegen.

Die Vertriebs- und Vermietungsaktivitäten von MGX entwickeln sich weiterhin positiv. So wurde beispielsweise am Montag eine neue Vertriebsvereinbarung mit dem schwedischen Ladekranhersteller Hiab bekanntgegeben. Es ist zu erwarten, dass dieser Geschäftsbereich weiter wächst, was dem Unternehmen in zukünftigen Marktabschwüngen zugutekommen wird, die Gesamtmargen verbessert und dank der höheren Investitionen in den Kundendienst, die diese Vereinbarung ermöglicht, den Absatz neuer Krane ankurbelt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Unternehmen gut dasteht und die oberen Grenzen seiner aktuellen Jahresprognosen erreichen oder sogar übertreffen dürfte.

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