19.02.2026
Kalmar mit erstem Jahr
Der finnische Hersteller von Reachstackern und Portalkranen
Kalmar verzeichnete ein starkes erstes Geschäftsjahr als eigenständiges Unternehmen. Die Abspaltung von Cargotec erfolgte im Mai 2024.
Geschäftsjahr 2025
Der
Gesamtumsatz Zwischen Anfang Januar und Ende Dezember 2025 betrug 1,74 Milliarden Euro und lag damit ein Prozent über dem Wert von 2024.
Der Umsatz setzt sich wie folgt zusammen:
Neuverkäufe: 1,14 Milliarden Euro (-2 %)
Serviceleistungen: 602 Millionen Euro (+7 %)
Gesamt: 1,74 Milliarden Euro (+8 %)
Auftragseingang: Der Gesamtauftragseingang belief sich auf 1,82 Milliarden Euro, das ergibt ein Plus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die Umsatzerlöse setzten sich wie folgt zusammen:
Neugeräteverkäufe: 1,199 Milliarden Euro (+9 %)
Dienstleistungen: 618 Millionen Euro (+7 %)
Gesamt: 1,82 Milliarden Euro (+8 %)
Auftragsbestand Ende Dezember: 977 Millionen Euro (+2 %)
Gewinn vor Steuern: Der Gewinn vor Steuern betrug im Geschäftsjahr 211 Millionen Euro, was einem Plus von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr enstpricht. Die Nettoverschuldung lag Ende September bei 5 Millionen Euro, ein deutlicher Rückgang nach 76 Millionen Euro im Vorjahr.
4. Quartal 2025
Der Gesamtumsatz belief aich auf 487 Millionen Euro. Das sind 11 Prozent mehr als vor Jahresfrist.
Die Umsatzerlöse setzten sich wie folgt zusammen:
Neugeräteverkäufe: 324 Millionen Euro (+11 %)
Dienstleistungen: 163 Millionen Euro (+11 %)
Gesamt: 487 Millionen Euro (+11 %)
Der gesamte Auftragseingang betrug 511 Mio. €, ein Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.
Die Ergebnisse setzen sich wie folgt zusammen:
Neuaufträge für Ausrüstung: 344 Mio. € (+5 %)
Dienstleistungen: 166 Mio. € (+6 %)
Gesamt: 511 Mio. € (+5 %)
Gewinn vor Steuern: Der Gewinn vor Steuern im Quartal betrug 57,6 Millionen Euro. Das macht ein sattes Plus von 60 Prozent.
CEO
Sami Niiranen sagt: „2025 war für Kalmar ein Jahr mit
anhaltend erfolgreicher Geschäftsentwicklung. Gleichzeitig war es ein Jahr geopolitischer Turbulenzen und Handelsspannungen. Unter diesen herausfordernden Umständen bewies Kalmar seine Widerstandsfähigkeit, indem es die Profitabilität steigerte und branchenführende, nachhaltige Innovationen vorantrieb. Wir blicken auf ein Jahr zurück, in dem unsere Fähigkeit, uns schnell an neue Gegebenheiten anzupassen, uns auf die Entwicklung zu einem serviceorientierten Unternehmen zu konzentrieren und Innovationen kontinuierlich zu fördern, maßgeblich waren. Diese Anstrengungen führten zu einem starken Auftragswachstum, stabilen Umsätzen und einer verbesserten Profitabilität.“
Er fährt fort: „Das vierte Quartal bildete einen starken
Jahresabschluss mit Rekordauftragseingang und solidem Umsatzwachstum. Der Auftragseingang wurde durch einige größere Geräteaufträge beflügelt. Unsere Bilanz wurde weiter gestärkt, und unsere Initiative
Driving Excellence erzielte bis zum Ende des vierten Quartals annualisierte Effizienzsteigerungen von 34 Millionen Euro.“
Niiranen weiter: „Das wirtschaftliche Umfeld blieb das ganze Quartal über unsicher. Trotzdem blieb die Gesamtnachfrage nach Kalmars Produkten und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorquartal relativ stabil. Der Auftragseingang stieg in Amerika, ging in Europa, Afrika und dem Nahen Osten zurück und blieb im asiatisch-pazifischen Raum im Wesentlichen unverändert. Besonders erfreulich ist die weiterhin positive Entwicklung des Auftragseingangs und des Umsatzes im Servicebereich in allen Regionen. Unsere wachsende globale installierte Basis von 70.000 Geräteeinheiten bildet eine hervorragende Grundlage für unseren Weg hin zu einem serviceorientierten Unternehmen.“
Und zum Schluss sein Ausblick: „Mit Blick auf 2026 erwarten wir, dass geopolitische Herausforderungen und Handelsspannungen anhalten werden, was in gewissem Maße Unsicherheit in unserem Geschäftsumfeld schafft. Wir halten jedoch an unseren strategischen Prioritäten fest und treiben nachhaltiges Wachstum voran, indem wir die Branche mit Innovationen in den Bereichen Automatisierung und Elektrifizierung anführen und zugleich unser Servicegeschäft ausbauen.“
Vertikal Kommentar
Das ist ein hervorragender Start für Kalmar, das sich damit scheinbar dem allgemeinen Trend in der Anlagenbauindustrie entgegenstemmt. Ein Grund dafür dürfte die neue Unabhängigkeit des Unternehmens von Cargotec sein, die Kalmar nun mehr Agilität und Innovationskraft ermöglicht. Der höhere Gewinn resultiert aus leicht gestiegenen Umsätzen und einer deutlichen Senkung der Verwaltungskosten, während das Vorjahr durch Kosten im Zusammenhang mit der Umstrukturierung zum eigenständigen Unternehmen belastet war.
Insgesamt ein sehr positives Ergebnis.
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