Bundesweite flächendeckende Dauererlaubnis: So lauten die Zauberworte für die Kran- und Schwertransportbranche hierzulande. Wer sie hat, kann jederzeit mit seinem Kran- oder Transportfahrzeug bzw. seiner Kombination flexibel Einsätze fahren. Und genau darauf zielt Liebherrs überarbeiteter 55-Tonnen-Mobilkran in der dritten Version LTM 1055‑3.3 ab: Ausgestattet mit einem Ballast-Anhänger, kann der Kranbetreiber jederzeit 11 Tonnen Ballast ohne zusätzliche Einzelgenehmigungen verfahren.
Lange Rede, kurzer Sinn: Das attraktive Konzept sicherte sich die Firma Kranverleih Kunze aus Radeberg bei Dresden. Dieser Tage wurde nun der erste Kran dieses Typs mit Ballast-Anhänger in Deutschland an das sächsische Unternehmen ausgeliefert.
Firmenchef Dirk Kunze sieht für sein Unternehmen, dessen Einsatzgebiet sich über ganz Deutschland erstreckt, eben auch diesen entscheidenden Vorteil: „Wir können den Kran mit vollem Ballast bundeslandübergreifend verfahren, ohne auf Einzelgenehmigungen warten zu müssen“, so der Geschäftsführer.
Übergabe: Sven Bahms von Liebherr mit Dirk Kunze, Christian Jahn und Friedrich Guder von Kranverleih Kunze (v.l.)
Laut Hersteller ist der LTM 1055‑3.3 der leichteste 3-Achs-AT-Kran auf dem Markt. Durch seine Leichtbauweise sind Fahrzustände mit unter 9 Tonnen Achslast sind – je nach Konfiguration – weniger als 26 Tonnen Gesamtgewicht möglich.
In Kunzes Fuhrpark ersetzt der Neuzugang das Vorgängermodell LTM 1055-3.1. „Einsatzfelder für unseren neuen 55-Tonner sind vor allem Hallenbau, Beton- und Stahlbau sowie Energiebauten wie Umspannwerke“, so Kunze. Er will den LTM 1055-3.3 als Taxikran für kurze und mittlere Einsätze nutzen.
Das Besondere en détail: Mit seinen Abmessungen und Achslasten bewegt sich der LTM 1055-3.3 im sogenannten anhörfreien Bereich gemäß VwV-StVO §29 – sowohl für den Kran als Einzelfahrzeug (max. 27,5 Tonnen Gesamtgewicht) wie auch für die Zugkombination mit Anhänger (max. 41,8 Tonnen Gesamtgewicht).
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