Wenn heute der 1. April wäre, würden wir es für einen Scherz halten: Der chinesische Arbeitsbühnenbauer Dingli will Wohnen auf Arbeitsbühnen ermöglichen, indem er seinen Scherenbühnen und Boomliften eine Art Wohnkapsel anstelle der üblichen Plattform aufsetzt.
Für den Trend zum Glamping, dem luxuriösen Camping: Dingli Sky Villa Kapsel statt Korb: Dem klassischen Wohnen verleiht Dingli einen Korb, und dem konventionellen Arbeitskorb macht der chinesische Hersteller den Garaus und ersetzt ihn durch eine Mini-Wohnkapsel. Was Dingli da aus dem Hut zaubert, erinnert an die neuere Wohnform des Tiny House, gepaart mit „Wohnen in luftiger Höhe“. So könne man „die atemberaubende Landschaft genießen“, heißt es seitens Dingli.
Die sogenannte Sky Villa ist ein innovatives, mobiles Wohnmodul, das auf der Sicherheitstechnik von Scherenarbeitsbühnen basiert. Sie soll industrielle Hebetechnik in ein smartes Wohnerlebnis verwandeln und ist in Höhen von 10, 12 und 16 Meter für Gastronomie und Lifestyle einsetzbar.
Als Chassis greift der Hersteller auf seine Scherenbühnen wie auch Booms zurück
Im April 2026 präsentierte der Konzern sein, wie er es nennt, „grenzüberschreitendes Meisterwerk – die intelligente Wohneinheit Sky Villa Wohnkapsel“ am Fuße des Mogan-Berges in Deqing in der Provinz Zhejiang, ca. 60 Kilometer von der Provinzhauptstadt Hangzhou entfernt und 200 Kilometer westlich von Shanghai.
Zum Hintergrund heißt es: „Mit über 20 Jahren Erfahrung in der Hubarbeitsbühnenbranche und fast 300 nationalen und internationalen Patenten hat Dingli höchste Sicherheitsstandards und intelligente Technologien in die Entwicklung der Wohnkapsel integriert. Dies garantiert einen sicheren und komfortablen Aufenthalt in großer Höhe.“
Schicke Beleuchtung bei Nacht sorgt für Wow!-Effekte
Die Dingli Space Capsule hat eine maximale Hubhöhe von 16 Metern und meistert kontinuierliche 360-Grad-Endlosdrehung. „Anders als herkömmliche Aussichtsplattformen nutzt sie die bewährte Scherenbühnentechnik von Dingli in Kombination mit einem DC-Servomotor für höchste Präzision“, heißt es weiter. „Sie hebt ruckfrei und dreht sich frei für einen 360-Grad-Rundumblick, der sich per Knopfdruck auf die Ausgangsposition zurücksetzen lässt. Gäste genießen Bergnebel, Sonnenuntergänge am See und Sternenhimmel, ohne sich bewegen zu müssen.“
Die Kapsel, aufgebaut auf einem geländegängigen Allradchassis mit Allradlenkung, verfügt über einen Windgeschwindigkeitssensor, ein Notabstiegssystem mit Ein-Tasten-Bedienung und ein ‚intelligentes‘ Sicherheitsschloss. Die Kabinentür verriegelt sich in großen Höhen automatisch und biete mehrfache Sicherheitsvorkehrungen, sagt das Unternehmen. Kann man nur hoffen, dass niemand die Treppe wegschiebt, die als Zugang zum Wohnmodul dient...
So könne man das schöne Panorama genießen
Das gesamte Produkt sei zudem auf CO₂-arme Technologien ausgelegt. Optional kann das Dach mit einer Photovoltaikanlage für eine CO₂-neutrale, unabhängige Stromversorgung ausgestattet werden. Laut Dingli kann das Modul mehr als 24 Stunden ohne Stromnetz betrieben werden.
Und wenn man auf die Toilette muss? Im Inneren lassen sich Beleuchtung, Klimaanlage und audiovisuelle Geräte per Knopfdruck über ein ‚intelligentes‘ Bedienfeld steuern. Der Raum beinhalte bequeme Betten, separate Waschräume und ebenfalls ‚intelligente‘ Badezimmer, heißt es.
Die Innenaustattung
Dingli bietet drei Versionen der Kapsel an: erstens zum Wohnen, zweitens als Café, drittens als Kinderspielplatz. Die drei Kapseltypen können einzeln oder kombiniert zu einer „Familien-Mikro-Urlaubseinheit“ eingesetzt werden, verspricht der Hersteller.
Das Chassis ist geländegängig
Die erste Charge der Dingli-Raumkapseln wird im internationalen Tourismusresort Deqing Mogan Mountain aufgestellt und wird in Kürze für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Was das Ganze kostet etc., wurde nicht mitgeteilt. Prädikat: abgefahren bzw. abgehoben!
Impressionen finden Sie im folgenden Video (Quelle: YouTube).
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